Nach einer sehr ruhigen Nacht ging es heute bei sehr schönem Sonnenschein und warmen Temperaturen auf die Strecke nach Jena. Ich hatte mich für die Talstraße über Saara – Eineborn – Tröbnitz – mit Abstecher nach Stadtroda – Großbockedra entschieden und nicht für die Streckenführung der Thüringer Städtekette. Insgesamt 17 Dörfer liegen auf diesen 30 km. Also etwa alle zwei Km ein neues Dorf. Die Talstraße war wirklich dadurch geprägt, dass es nur wenige, kurze Anstiege gab. Nur die letzten 6 km hoch nach Großbockedra machten es zum Ende etwas anstrengend. Aber sonst war es ein schönes Fahren im Sonnenschein ohne viel Schatten. Unterwegs immer wieder kurze Gespräche mit Einheimischen geführt, die auf einer kleinen Morgenrunde mit dem Rad unterwegs waren. Im Ort Lippersdorf -Erdmannsdorf fragte ich einen etwas fülligen Mann mit freiem Oberkörper, wie es sich so hier im Tal lebt. Antwort: So weit ganz gut – nur die Kneipe ist dicht.
Soviel Information habe ich noch nie zu Anfang geschrieben. Dafür kommen jetzt Bilder mit weniger Text.

Die Heuernte ist im vollen Gang. Hier liegt es noch ..

… und hier ist das Heu schon weg.














Hier komme ich jetzt nach Stadtroda.




Bevor ich das nächste Bild machte, sprach ich mit einem Bewohner der Straße und fragte nach einem Hochwasserstand und ob die Zugänge im Hintergrund Erdkellern wären.
Das letzte Hochwasser war so gerade über die obere Kante gelaufen und es sind Erdkeller, die zum Teil 30 Meter tief in den Felsen hineingehen.











Die gleiche Strecke wieder zurück nach Tröbnitz. Hier hielt ein Auto vor mir mit defektem Bremslicht an. Ich machte den Fahrer darauf aufmerksam und nur dadurch habe ich überhaupt die kleine Bäckerei gesehen. Dort einen kurzen Plausch mit der Verkäuferin geführt. Sie bot mir an meine Trinkflasche mit kaltem Wasser aufzufüllen. Gerne in Anspruch genommen und zum Abschluss des Gespräches fragte sie, ob ich mich auch ordentlich eingecremt hätte. Was für eine Fürsorge!!
Auf diesem Spielplatz in Untergneus hat schon lange niemand mehr gespielt. Auch die Sitzbank mit Tisch war nicht mehr ganz so standfest. Habe trotzdem hier in Ruhe eine Pause gemacht. Außer drei Autos habe ich hier nichts und niemanden gesehen.


Ab hier ging es dann, wie oben erwähnt, bergan. Vor Großbockedra hatte ich diesen Fernblick. Auch hier, wie schon unterwegs, kreisten am Himmel Mäusebussarde und Rotmilane in einer so selten gesehen Dichte. Schwalben gab es auch in jedem Dorf. Dies zu Sehen war noch ein zusätzlicher positiver Effekt der gewählten Strecke.

Diese …

… konnte ich nicht voll ausnutzen. Es ging durch den Ort Großbockedra und über schlechte Straßenverhältnisse. Meine heutige Höchstgeschwindigkeit war nur 47,7 km/h.
Zwei interessante Punkt am Ortsende.




Vor Sulza hatte ich mein Ziel schon in Sichtweite….


.. und die letzten gut 8 km auf dem Saaleradweg gefahren. Bin ja schon kurz in Halle an der Saale gewesen.

Eine Doppelautobahnbrücke der A 4. Am Pfeil verschwindet sie kurz im Tunnel. Später stehe ich dort.




Die Innenstadt mit dem Jenatower kommt näher.








Am Markt sprach mich der Verkäufer von Hähnchen an ob er mir helfen könnte. Ich schaute mir gerade den Stadtplan an und machte wohl einen fragenden Eindruck. Heute habe ich nur nette Leute getroffen.






Die letzten drei Bilder sind nach dem Abendessen entstanden. Das Jena eine Studentenstadt ist merkt man an dem jungen Publikum in den Straßen, Lokalen und Kneipen.
Mit dem Gründer der Zeiss Werke verabschiede ich mich für heute.

Jena: Zweitgrößte Stadt in Thüringen und ca.110.000 Einwohnern. Roland Jahn (Bürgerrechtler) und der jetzige Ministerpräsident Mario Vogt sind in Jena geboren.