Wanderung Heidschnuckenweg 2022

Einen wunderschönen Ostersonntag wünsche ich allen meinen Lesern.

In diesem Jahr geht es mit meiner Radreise entlang der deutschen Außengrenze weiter. Ab Weeze am Niederrhein will ich es bis zum Allgäu schaffen. Ich erreiche so die Nachbarländer Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz und ein wenig auch schon die Grenze zu Österreich.

Bevor es aber mit dem Rad wieder los geht, steht im Juni eine Wanderung über den Heidschnuckenweg von Hamburg-Fischbek zur Residenzstadt Celle über gute 230 km an. Diese Wanderung werde ich gemeinsam mit meiner Tochter Mareike durchführen. Wir beiden haben auch schon fleißig in den letzten Tagen geübt. Aber noch ist etwas Luft nach oben…… Noch haben wir ja auch Zeit, um fit zu werden.

06.05.2022

Heute steht die erste Etappe des Heidschnuckenweges auf dem Programm. Für mich ging es kurz nach 06:00 Uhr in Lutterbek los, da mein Zug nach Hamburg um 07:13 Uhr in Kiel abfahren sollte.

Auf der Hörnbrücke

In Hamburg wartet dann Mareike auf mich und wir sind gemeinsam nach HH-Neuengraben mit der S 3 gefahren. Von dort ging es zum eigentlichen Startpunkt nach Fischbek. Unterwegs sahen wir schon die ersten Wegweiser.

Der Heidschnuckenweg ist von beiden in der Nähe liegenden S-Bahnhöfen schon sehr gut ausgeschildert. Dies gilt im Übrigen für die gesamte erste Etappe. Ein Verlaufen ist somit so gut wie ausgeschlossen. Am Wanderparkplatz gibt es noch weitere Hinweise und Infotafeln.

Schon vom ersten Meter an geht der Weg durch eine herrliche Heidelandschaft. Es geht ständig rauf und runter und immer wieder gibt es neue Einblicke in die Landschaft der Fischbeker Heide. Dies hatte ich so nicht erwartet.

Kurz vor dem Segelflugplatz hatten wir Glück. Ganz unten im Tal konnten wir am ersten Tag schon eine Herde der Heidschnucken sehen.

Aber es sollte noch besser werden. Oben angekommen hatten wir diesen Blick in die Heidelandschaft.

Da es hier sehr ruhig war, konnten wir seltsame Geräusche in der Heidelandschaft am Hang wahrnehmen. Und wie aus dem nichts standen ……

…die Schafe auf unserem Wanderweg.

Was hatten wir hiermit ein Glück! Wandern auf dem Heidschnuckenweg und schon nach 2 km die Namesgeber des Wanderweges getroffen.

Wenig später ging der Weg dann in den Stadtforst Rosengarten und der Charakter der Landschaft veränderte sich. Zum Schluss noch ein letzter Blick in die Heide.

Wir gingen jetzt durch schöne Mischwälder, stark geprägt von Buchenwälder. Aber auch Tannen, Fichte und Co säumten den Weg. Einige haben den Sturm nicht standgehalten und versperrten hier und da den Wanderweg.

Später, hinter der Ortschaft Langenrehm, hatten wir noch ein größeres Stück mit Hindernissen zu bewältigen. Hier wurde dann sogar ausdrücklich vor dem Begehen des Weges gewarnt.

Über wunderschönen Wegen ….

…erreichten wir den mächtigen Karlstein. Laut einer Sage soll Karl der Große den Felsen mit seinem Schwert die tiefen Spalten zugefügt haben.

Und schon hatten wir gute 10 km der Strecke hinter uns. Rückblickend waren es auch mit die Schönsten auf der Tour, aber es kamen auch noch weitere Schöne hinzu.

Wenig später legten wir unsere Mittagspause an einem Waldparkplatz ein. Als wir ankamen war es hier völlig ruhig. Dann kamen die Autos im Minutentakt und Frauchen/Herrchen gingen mit ihren Hunden spazieren. Aber uns beiden tat die Pause nach gut der Hälfte der Strecke auch gut.

Vor Langenrehm kommt man in die Kulturlandschaft die landwirtschaftlich geprägt ist. Zu dieser Zeit durch die gelben Rapsfelder auch sehr schön.

In Langenrehm macht ein Reiterhof sehr deutlich auf sich aufmerksam.

Am Ortsende von Langenrehm hat ein netter Bewohner einen gemütlichen Pausenplatz für Wanderer eingerichtet. Hätten wir dies nur vorher gewusst.

Es standen Getränke und Süßigkeiten für eine Spende zur Verfügung. Großes Lob.

Jetzt stand ein Teilstück an, welches durch Straßen, Kieswerke und Wege an den Ortsrändern von Nenndorf und Dibbersen geprägt war. Gerade jetzt hat man bemerkt, was es doch noch für herrliche, ruhige Ecken geben kann.

Nachdem wir Dibbersen hinter uns gelassen hatten, konnten wir auch wieder ein Auge auf die etwas ruhigere Agrarlandschaft werfen.

Vor der kleinen Ortschaft Steinbeck lud ein weiteres Rapsfeld regelrecht dazu ein hier ein gemeinsames Abschiedsfoto der ersten Tour zu machen. Denn wenig später erreichten wir auch schon Buchholz in der Nordheide.

Vorher noch vorbei an Kunstwerken ..

und schon hatten wir das erste Ortseingangsschild erreicht.

Der größte Teil des Weges durch Buchholz zum Bahnhof ging durch den sehr großen Stadtwald, was wir beide als sehr angenehm empfanden. In Buchholz haben wir noch ein schönes, leckeres Eis gegessen. Wenige Schritte weiter war auch der Bahnhof.

Wir beide hatten einen schönen Tag. Auch wenn die Beine und Füße etwas schwer waren, freuen wir uns auf die kommen 10 Tage im Juni 2022. Heute war es ja nur ein Probewandertag, aber wir sehen uns gut aufgestellt für Strecke bis Celle.

Das erste Bild an Förde wurde um heute 06:27 Uhr gemacht. Nach einem langen Tag erreichte ich die Förde wieder um 19:13 Uhr und machte mich dann schnell auf dem Heimweg.

Heidewanderung vom 31.05.22 – 10.06.22

Frühmorgens um 06:00 Uhr ging es ab Laboe ..

… mit dem Bus nach Kiel und mit der Bahn über Hamburg -hier traf ich auch Mareike- ….

… nach Buchholz in der Nordheide. So war der Plan. Leider gab es keine Durchsagen und auch die Infoanzeige im Wagen 3 war defekt. Der Zug hatte etwas Verspätung und so dachten wir um 09:08 Uhr der nächste Halt ist Buchholz. Haben auch andere gedacht. Jedenfalls bemerkten wir den Irrtum zu spät und die Türen öffneten nicht mehr. Somit standen wir statt in Buchholz in Klecken und mussten unsere erste Herausforderung meistern.

Wir haben uns dann bis zum Nebenbahnhof Buchholz-Suerhop bringen lassen. An dieser Stelle kam der Heidschnuckenweg auch vorbei und so hatten wir die Strecke durch Buchholz eingespart und auch etwas Zeit gewonnen.

So starteten wir trotzdem fröhlich …

.. auf einem schönen Pfad.

Es dauerte nicht lange, da hatten wir es wieder, wie am 06.05.22, mit den Schäden der Herbststürme zu tun, sodass wir kleine Bögen gehen mussten.

Die uns schon bekannten Wegweiser …

…. zeigten uns den Weg durch`s Höllental zur ersten Heidefläche auf dem 129m hohen Brunsberg. Am Fuß des „Berges“ trafen wir eine Wanderin, die den gleichen Weg bis Celle wandern wollte. Durch diesen netten Umstand trafen wir die Frau in den kommenden Tagen regelmäßig wieder.

Oben angekommen hatten wir einen sehr schön 360 ° Rundumblick.

Wenig später gönnten wir uns dann eine kleine Rast.

Auf der kompletten Wanderstrecke findet man immer wieder, wie im nächsten Bild zu sehen, sehr schön gestaltete Informationstafeln.

Vorbei an der Ortschaft Holm-Seppensen, auch immer wieder mit schmalen Pfaden und Holzstegen ..

… und gesäumt mit privater Kunst…

… erreichten wir die nächste kleine Erhebung. Den 78m hohen Pferdekopf.

Von hier aus konnten wir auch wieder eine Heidschnuckenherde im Hintergrund erkennen.

Den kleinen Abstecher ins Büsenbachtal haben wir dann gerne mitgenommen. Der kleine Bach versickert durch den sandigen Boden und kommt erst nach 400m wieder zum Vorschein.

Nach gut 1km kehrten wir wieder um, sodass wir wieder auf dem Hauptweg weitergehen konnten.

Vorbei an der Herde mit dem Schäfer …

… ging es recht zügig durch einen kleinen Wald dann nach Handeloh. Hier endet für einige Wanderer die Tour bzw. die Tagesetappe, da es hier einen Bahnhof gibt.

So manch kleines Gebäude ist ein Foto wert.

Lustige Zeitgenossen begleiteten uns auf den Weg ins Seevetal.

Vorbei an einigen Wiesen, kleinen Heideflächen …

…. durften wir wenig später wieder über Bäume klettern.

Ganz nah am Flusslauf der Seeve entlang ..

…nahmen wir den Nebenweg zum Ort Wehlen. Nur Anwohner können diesen Ort mit dem PKW erreichen. Hier befindet sich auch das Quellgebiet der Seeve.

Das letzte Stück zum Übernachtungsort Wesel/Heide mussten wir zum Teil an der Straße gehen. Rechts und links des Weges waren auch noch die letzten Heideflächen für heute zu sehen.

Am Ende der Heideflächen trafen wir auf zwei Wanderer, die wir schon am Pferdekopf getroffen hatten. Den Weg in den Ort gingen wir gemeinsam. Im Gespräch ergab es sich, dass es auch Vater und Tochter waren, die auf Wanderung durch die Heide sind. Die beiden sind nur ein paar Tage bis Schneverdingen unterwegs.

Wie sich dann herausstellte, gab es in Wesel kein Lokal und auch die Unterkünfte stellten kein Essen zur Verfügung. Da standen wir dann erstmal. Wenig später kam ein Bus und zwei junge Mädchen sind ausgestiegen. Auf meine Frage wann der nächste Bus fährt, meinten dann beide dies wäre der letzte für heute gewesen und willkommen in Wesel! Blieb uns also nur der Pizzalieferdienst!!

Das Frühstück am nächsten Morgen war dann allerdings sehr gut und wir durften uns auch etwas als Lunchpaket schmieren.

Hier einige Bilder aus der Ortschaft Wesel.

01.06.2022

In der Nacht hatte ein kräftiges Gewitter für etwas kühlere Luft und nasse Wege gesorgt. Zunächst noch etwas trübe,…

…aber der Tag wurde immer besser und erst ganz am Ende hatten wir etwas Nieselregen.

Schon nach kurzer Zeit erreichten wir die wunderschöne große Heidefläche bei Wesel.

Wie überall in der Heide stehen auch hier Unterstände für die Bienenkörbe für die Zeit der Heideblüte.

Beim Wandern hat jeder einen Blick für andere Dinge. In jedem Fall sieht man aber mehr als beim Radfahren.

Am Rande der Heide konnten wir noch Überreste des Gewitters aus der Nacht entdecken.

Auch hatten wir wieder Glück eine Herde Heidschnucken im Hintergrund zu sehen.

Kleine Pausen zum Genießen durften während der ganzen Zeit nicht fehlen….

… und auch das Lesen er diversen Infotafeln gehörte einfach dazu.

Angekommen in Undeloh, konnten wir uns eine Stärkung im Automaten besorgen und auch der sehenswerten Kirche einen Besuch abstatten.

Sehr schön bemalte Stromkästen sind ein Blickfang.

Oben gemaltes Bild. Hier im Original.

Auch konnten wir diverse Pferdefuhrwerke, inkl. der Fahrspuren, für einen Trip durch die Heide sehen.

Hier einige Impressionen der Heide zwischen Undeloh und Wilsede.

Unterwegs trafen wir dann auch wieder alte Bekannte, Bild oben, und sind ein kleines Stück wieder gemeinsam gegangen.

Und schon nach kurzer Zeit war Wilsede erreicht.

Der Ort ist nur zu Fuß, mit dem Rad oder einer Kutsche erreichbar. Nur Anwohner und Lieferanten dürfen hier hin mit dem Auto fahren. Für uns war es nur eine Zwischenstation und Pausenplatz, da wir noch bis nach Niederhaverbeck wandern wollten. Aber ein sehr schönes Plätzchen.

Nach der verdienten Pause ging es sehr schnell zum Wilseder Berg hoch. Ganz 169m über dem Meeresspiegel liegt er. So richtig viel machte er allerdings nicht her. Dennoch war es ein schöner Punkt.

Weiter durch die Heide kamen wir dann, wie erwähnt, bei leichtem Nieselregen nach Niederhaverbeck. Hier erwartete uns dann ein nettes Hotel mit guten Kaffee/Kuchen und einem Abendessen. Nicht zu vergessen ein ganz netter Kellner Christian – immer mit einem guten Spruch auf den Lippen: „Muss ich die Getränkekarte bringen oder unterhalten wir uns über Bier?“, sagte er zu zwei Männern am Nebentisch.

Wegweiser am Hotel in Niederhaverbeck
Unsere Unterkunft, rechts unten die beiden Fenster.
Nettes Bierglas

Kurz nach unserer Ankunft kam auch wieder die Sonne heraus und ich konnte noch Bilder aus der Umgebung machen.

02.06.22

Wie jeden Morgen haben wir von uns Bilder vor dem Start gemacht. Hier zwei zur Ansicht.

Und schon verabschiedeten wir uns von den paar Häusern in Niederhaverbeck …

… und wir waren schon wieder in der Heidelandschaft.

Über Behringen sollte der Weg uns heute nach Bispingen führen. Vorher noch zu einem kleinen Abstecher zum Alfred-Töpfer Blick. Der Unternehmer aus Hamburg hat sich sehr für den Erhalt der Heidelandschaft eingesetzt. Da wir hier sehr schönes Licht hatten, kommen hier ein paar Bilder der Landschaft am Suhorn.

Unterwegs hatten wir ein kurzes Stück Asphalt zu gehen. Aber auch hier gab es genug am Wegesrand zu entdecken.

Kurz vor der Behringer Heide kamen wir auch wieder an einem alten Schafstall vorbei.

Die Behringer Heide ist klein, aber sehr fein.

Da die Tage jetzt auch wärmer wurden, zeigten sich immer mehr Schmetterlinge und auch Blumen kamen zum Vorschein.

Noch vor Behringen führte der Weg am Friedhof vorbei. Wir sind dann über den Friedhof gegangen und hatten dadurch ein sehr nettes Gespräch mit den beiden Friedhofsverwaltern, die dort gerade tätig waren.

Hinter Behringen und noch vor der A 7 liegt der Brunausee. Hier machten wir dann unsere Mittagspause in mitten der Natur. Zum Glück vor der A 7. Durch den Wind hörten wir diese kaum. Anschließend hörten wir den Lärm dar Autos über fast 2km durch ein kleines Tal, bevor wir mit den Borsteler Kuhlen zum nächsten tollen Punkt gekommen sind. So nah wie auf diesem Weg sind wir beide zu Fuß auch noch nie an eine Autobahnraststätte herangekommen.

Skihalle von Bispingen

Kurz hinter der Ortschaft …

… liegt dann die Heidelandschaft.

Jetzt zeigten sich auch schon die ersten Veränderungen. Die Heidelandschaft wird weniger und wird durch Wald ersetzt.

Während der Wandertage hat sich Mareike zur Retterin des Mistkäfers entwickelt. Immer wieder sahen wir den Käfer auf den Rücken liegend strampeln. Alle paar Meter mussten diese dann gedreht werden und wieder auf ihre sechs Beine gestellt werden.

Wenig später ging es über die Brunau, an Pferdehöfen vorbei…

… und schon standen wir im Ortszentrum von Bispingen.

03.06.22

Mit wichtiger Information zum Ort ..

…. ging es an Feldern entlang und über schmale Pfade heraus aus Bispingen.

Vorbei an der Jugendherberge in Bispingen führte der Weg immer an Gleisen entlang durch ein größeres Waldgebiet zur Luhequelle unterhalb der Autobahn. Für längere Zeit hörten wir wieder den Lärm der Autos. Aber der Weg durch den kleinen Birkenwald war dafür umso schöner.

Der piept denn da….?
Die Luhequelle bildet den ersten Tümpel

So langsam wurde es auch Mareike warm und die kurze Hose wurde angezogen.

An Wiesen und auch am Waldrand gab es immer wieder etwas zu sehen.

Bevor wir die einzige Heidefläche des heutigen Tages erreichten, hatten wir ein Gespräch mit einem Jäger, der sich über Wanderer ärgert, die die Wege verlassen und ihren Müll liegen lassen. Auch dass nur so wenige Sitzbänke von der Gemeinde aufgestellt werden, ist für ihn ein Ärgernis.

Auf dem Kreuzberg in der kleinen Heidefläche, ohne Sitzbank unter einer Eiche, war dann Mittagsrast.

Über breite Forstwege ging es am Heidepark Soltau vorbei.

Bis kurz vor Soltau führte der Heidschnuckenweg durch landwirtschaftliche Nutzflächen, bevor wir bei Ahlften einige schöne Fischteiche erreichten, die sehr unterschiedliche Insekten anzogen.

Ab hier ging der Wanderweg dann zum Teil direkt am Bachlauf der Böhme entlang, was uns beiden wieder sehr entgegen gekommen ist.

Durch den Kurpark und an der Therme vorbei erreichten wir unser Hotel. In Soltau sollten wir zwei Tage verbringen.

Hier hatten wir ein Problem. Im Hotel gab es kein Frühstück und das Lokal im Erdgeschoß machte kein Frühstück mehr für die Hotelgäste. Dies wusste aber keiner vom Hotel. So mussten wir uns darum erst kümmern. Für Pfingstsamstag hatten wir dann mit einer Bäckerei recht schnell eine Lösung gefunden. Nur der Pfingstsonntag war ein Problem. Ein weiteres Café im Ort sollte laut Internet auch an dem Tag geschlossen haben. Beim Abendessen dort vorbeigekommen und im Aushang stand, dass Pfingstsonntag geöffnet sei. Mareike hat dann online einen Tisch reserviert. Leider kam eine Absage, da alle Plätze belegt waren. Also am nächsten Morgen dorthin und nachgefragt. Da wir schon um 09:00 Uhr frühstücken wollten, durften wir kommen – ab 10:00 Uhr war alles belegt. Aber da waren wir schon lange wieder unterwegs. Mit welchen Dingen man es immer wieder zu tun hat – aber alles nochmal gut gegangen. Und es war wirklich ein Superfrühstück dort.

Auf dem Weg zum Abendessen noch schnell ein paar Bilder gemacht.

04.06.2022

Diese kleine Glocke auf dem alten Rathaus hat mir dann etwas Ärger in der Nacht bereitet.

Nach dem Frühstück am Pfingstsamstag in der Bäckerei machten wir dann einen kleinen Stadtbummel durch Soltau.

Der Bär grüßt vor einem Lokal – nur die Mülltonnen passen leider nicht!

Anschließend stand der Besuch des Spielmuseums auf dem Programm. Herrliche Erinnerungen wurden zum Teil bei mir geweckt. Für den Nachmittag hatten wir unterschiedliche Pläne. Ich machte einen schönen Spaziergang durch einen Park in Soltau und an der Böhme entlang. Mareike ging zum Relaxen in die Therme. Es wurden noch extra Badelatschen besorgt, die als Mitbringsel dann auch den Weg nach Hause gefunden haben.

Hier von meinem Nachmittag unkommentiert einige Bilder.

05.06.2022

Nachdem die letzten Sachen gepackt waren,…

…. ging es durch die fast menschenleere Stadt ….

…. zum oben erwähnten Frühstück in „Hildes Café“.

Durch kleine Seitenstraßen sowie an und unter diversen Bahnlinien, ging es aus Soltau raus in die Feldlandschaft. Spaziergänger (auch) mit Hund, ebenso Jogger trafen wir an diesem Morgen reichlich. Nur Heideflächen standen heute überhaupt nicht mehr auf unserem Weg.

Nach guten 3,5 km kreuzten wir den Bach „Große Aue“ und trafen hier auf Mutter und Sohn. Die beiden wollten den Heidschnuckenweg komplett mit dem Rad abfahren. Die Wege/Pfade, die wir sehr schön fanden, waren für die Zwei überhaupt nicht geeignet. Man muss auch sagen: es ist in erster Linie ein Wanderweg.

Über eben jene sandige Wege mit Gegenverkehr ….

…. erklommen wir den Tiegener Berg und fanden die lustige Geschichte. Wir beide mussten schon lange im Umkreis suchen, um auch noch Steine ablegen zu können.

Schön durch Kieferwälder, am Waldrand entlang mit ganz kleinen Flächen von Heidekraut …

… erreichten wir mal wieder die A7.

Am weiteren Wegesrand konnten wir so manches wiederentdecken.

Anschließend ging es neben einer wenig befahren Straße entlang. Zur rechten Seite kam das erste militärische Sperrgebiet. Andere Waldwege waren für Panzer gesperrt.

Wie schön wäre es, wenn wir dieses Schild überall aufstellen würde und sich auch jeder daran halten würde.

Jede Rast hatten seinen eigenen Charakter. Mal eine einfache Bank, Holzstämme oder einen niedlichen Rastplatz. Immer wieder schön und anderes zu sehen.

Vorbei an schönen Fassaden …

.. und fröhlich weiterwandernd ….

…. war das Ziel Wietzendorf nicht mehr weit. Unterwegs gab es aber immer wieder nette Begebenheiten und Begegnungen.

Die Niedersächsische Landjugend veranstaltet regelmäßige 72 Stundenprojekte. Es wird eine Schutzhütte gebaut oder in Wietzendorf im Bachlauf der Aue eine Wassertretstelle. Auf diese habe ich mich den ganzen Tag gefreut. Hier herrschte auch reger Betrieb. Unteranderem ein Pärchen, das noch bis Hannover radeln musste. Auf Grund des 9,00 € Tickets mussten die beiden ihre Route ändern – am Wochenende nahmen die Züge keine Räder mit.

An machen Straßen wird es aber sehr genau genommen.

In Wietzendorf gibt es den Skulpturenweg Wasserkunst.

… mehr Kunst ging nicht. Gut das ich das passende T-Shirt eingepackt hatte.

In Wietzendorf hatten wir für die Nacht eine private Unterkunft gebucht. Und es war eine gute und richtige Entscheidung. Wir beiden haben uns hier sehr wohlgefühlt. Der Service, die Zimmer, inkl. Wohnzimmer mit Terrasse – es passte einfach alles. Selbst das WC-Papier war mit Schäfchen bedruckt. Wer also diesem Weg auch mal gehen sollte muss unbedingt „Ab ins Heidenest“ buchen.

Auf dem Weg zum Abendessen noch einen kleinen Gang durch den Ort gemacht.

06.06.2022

Der Frosch vor dem „Heidenest“ verabschiedete uns und wir starteten in einen schönen Tag, der uns nach Faßberg, über Müden a.d.Örtze, führen sollte.

Vor dem Rathaus wurde, wie üblich, wieder ein Startfoto der jetzt 7ten Etappe gemacht.

Vorbei an der Imkerstatue, Kirche und der alten Mühle ging es raus auf einen sehr langen und breiten Waldweg.

Dieser Weg endete dann an einer Kreuzung mit 7 Wegen.

Vorbei an Rübenfeldern mit Blühstreifen dazwischen, im Hintergrund ein Kranich und diversen Spritzmitteln wanderten wir in Richtung Müden.

An einem Bauernhof gab es eine große Schaukel Hier konnte Mareike nicht vorbeigehen.

Nachbarn der Schaukel

Bald darauf sind wir auf die kleine Heidefläche am Wietzer Berg gekommen mit dem Lönsstein. Kurz vorher wurde hier noch ein Gottesdienst abgehalten und dadurch trafen wir hier so einige Menschen.

In Müden wurden wir dann wie folgt empfangen.

Zu verschiedenen Anlässen können Leute hier Bäume pflanzen.

Gerne hätten wir in diesem idyllischen Ort Kaffee & Kuchen zu uns genommen. Leider waren wir etwas zu früh. So gab es später am Ortende am Heidsee eine kleine Suppe und etwas zu trinken.

Von Müden bis zum kleinen Ort Poitzen war es ein sehr schmaler Pfad direkt an der Örtze entlang.

An dem stillgelegten Bahnhof vorbei ging es dann sehr zügig nach Faßberg. Die Stadt ist erst 1933 am Reisbrett entstanden. Das nationalsozialistische Reichsluftfahrtministerium suchte einen Standort für einen Fliegerhorst und kaufte ganz viel Land von den Bauern auf. Den Fliegerhorst gibt es auch heute noch. Während der Berliner Blockade sind auch von hier die „Rosinenbomber“ gestartet. Ein kleines Museum erinnert heute an diese Zeit.

Die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen und dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Ansichten.

Die Nacht haben wir dann in der Oase Faßberg verbracht. Den Schlüssel für`s Zimmer durften wir am Eingang zum Fliegerhorst abholen.

07.06.2022

Der heutige Wandertag war mit der längste. Es sollte bis Hermannsburg gehen. Wären wir immer auf dem ausgeschilderten Weg geblieben, wären es rund 33km geworden. Wir haben uns dafür entschieden die Strecke etwas zu verlassen und sind dadurch nur noch auf 28km gekommen. Also immer noch ein gutes Stück Weg. Auch standen heute wieder größere Heideflächen auf dem Programm. Und dies schon kurz nach dem Start hinter der Ortschaft Schmarbeck. Vorher sind wir allerdings noch durch die „Rote Siedlung“ in Faßberg gegangen.

Wie schön, dass es Menschen gibt die so schön schnitzen können. Für uns war es ein Foto wert.

Am Fliegerhorst vorbei ging es in die Dübelsheide und anschließend in einen dichten Wacholderwald.

Einige Zeit später sind wir dann wie geplant etwa 2km an einer Straße entlang gegangen, um die Strecke abzukürzen. Wenig später erreichten wir dann die große Oberoher Heide.

Mitten in der Heide wartete dann ein Unterstand zur Mittagsrast auf uns. Leichte Blessuren an den Füßen wurden hier auch kurz behandelt.

Durch kleine Flächen Wacholder Heide und schönen Wäldern erreichten wir den kleinen Ort Lutterloh. Vorher konnten wir aber noch die Geschichte des Mistkäfers lesen.

Im Ort angekommen gab es einen kleinen SB Laden mit schönem Unterstand und netter Bekanntschaft.

Lutterloh ist ein ganz kleiner Ort. Im alten Taubenhaus ist eine Ausstellung und man kann sich Filme aus der Heide, die an unterschiedlichen Jahreszeiten entstanden sind, ansehen.

Auf dem Schlussstück nach Hermannsburg gab es wieder Sehenswertes aus der Tierwelt.

Am Misselhorner Hof mussten wir etwas auf die Schlüsselübergabe warten. Wir waren schneller durchgekommen als gedacht. Zum Glück gab es hier eine Hollywoodschaukel und auch anderen Zeitvertreib.

Das Hotel hat noch den Charme der 80 Jahre. Die Ställe haben auch schon bessere Zeiten gesehen. Aber sehr schöne alte Kutschen stehen dort noch.

08.06.2022

Heute stand die vorletzte Etappe an und die letzten Heideflächen bis zum Ziel in Celle.

Jetzt in der Misselhorner Heide.

Viele Wege führen hier durch die Heide.

Unterwegs trafen wir dann eine weitere Frau aus Rees, die auf Pilgergang war. Gute 5km bis zur Heidefläche am Angelbecksteich sind wir gemeinsam gegangen.

Der Teich wurde damals nach der großen Brandkatastrophe neu angelegt, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Hier steht ein großer Stein als Denkmal.

Zum Abschluss die letzten Heidebilder.

Auf dem Weg zum Landhotel Helms gab es noch einiges zu sehen. Auch trafen wir Michael aus …. Er wandert vom Bodensee bis Flensburg. Gestartet ist er im April und will Ende Juli dort ankommen. Michael macht dies häufiger. Wir haben in einer Schutzhütte später seinen Eintrag in einem Gästebuch gesehen, mit einem netten Hinweis zur Internetseite von ihm. „Hut ab“, konnten wir beide nur sagen.

Hier stehen noch drei alte Buchen, die den großen Brand unbeschadet überstanden haben. Warum auch immer ist nicht klar.

Auf welche Ideen die Menschen schon früher gekommen sind.

Vorbei an den Wildecker Teichen zeigte uns ein alter Wegweiser die Richtung. Vorher aber noch ein gemeinsames Bild.

Über einen längeren, geteerten Forstwirtschaftsweg ging es zum Landhotel Helms. Aber auch auf dem Weg dorthin gab es wieder reichlich zu sehen.

Die letzten Meter mussten wir doch recht stramm gehen, um vor dem Regen dort zu sein.

Hier im Hotel erwarteten uns riesige Zimmer. Leider war unbemerkt die Heizung ausgefallen und wir konnten nur kalt duschen. Nach dem Hinweis an den Chef kam dann auch bald wieder warmes Wasser. Wie jeden Tag war auch hier kleine Handwäsche angesagt.

09.06.2022

Der letzte und 9te Wandertag, plus 1 Ruhetag, begann mit einem Gespräch mit dem Seniorchef. Ob er uns oder das Gepäck irgendwo hinbringen dürfte. Aber nein wir laufen mit unseren Sachen und auch von hier aus. Dass Landhotel lag rund 4km abseits der Wanderroute.

Unverkennbar – wir hatten unseren Spaß.

Durch die Klosterforsten und sehr selten begangen Wegen sind wir im Bereich des Forsthause Kohlenbach wieder auf die Route gestoßen.

Hier stand ein schon längeres nicht geputztes Hinweisschild, wie weit es bis Celle noch war.

Den schönsten Teil des Wanderweges hatten wir jetzt hinter uns gelassen. Irgendwie hatte man den Eindruck, dass der Weg bis Celle geführt werden musste. Ergibt ja auch Sinn – Hier hatte man wieder Bahnanschluss. Mittlerweile waren wir auch von der Nordheide in die Südheide gekommen. Auf dieser Teilstrecke keine größeren Sehenswürdigkeiten mehr gehabt.. Unterwegs noch ein Ehepaar getroffen, das die letzte Etappe als Tagestour gemacht habt. In der kurzen Zeit des gemeinsamen Laufens sind wir dann auch zweimal vom Weg abgekommen. Einfach nicht mehr darauf geachtet. In Celle selber ist die Wegeführung schon sehr nett gestaltet. Es geht durch Parkanlagen und an den Überschwemmungswiesen der Aller vorbei zum Ziel am Bahnhof. Hier trafen wir dann auch zu wiederholten Mal die Frau vom ersten Tag wieder. Passte ganz gut – so brauchten wir keine Selfies am Schild machen.

Die Stadt kommt näher. Hatten wir auf den ganzen 200 km überhaupt nicht.

Und schon am Endpunkt in Celle angekommen.

Geschafft …
….. und glücklich!!

Vorbei am Gefängnis, durch den Schlosspark (hier trafen wir dann auch das Ehepaar wieder) und über die Aller ging es zum Hotel Leisewitzgarten.

Hier einige Bilder aus Celle.

Es waren schöne Tage mit Mareike und ich bin dankbar, dass wir dies so gemacht haben. Abends schön südindisch Essen gegangen und am nächsten Morgen ging es dann mit der Bahn über Uelzen und Hamburg – hier trennten sich unsere Wege – nach Kiel. Kurze Busfahrt und dann noch rund 2km Fußweg zum Wohnort. Hier warteten schon meine Blumen, der Garten und ein Salat auf mich.

Ein Foto, welches wir einen Tag früher gemacht haben. Wurde allerdings nie gebraucht. Es war der Ruhetag. Hatten wir beide nur in diesem Augenblick nicht dran gedacht.

Dabei war dies ein so schönes Motiv

Das letzte Bild sagt alles aus. Genau so war es in den letzten Tagen.

Danke für die schöne Zeit die wir gemeinsam (mit allen Sinnen) genießen durften.

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