Da ich mir ein Hotel etwas außerhalb von Cottbus ausgesucht hatte, war ich schnell auf meinem gewünschten Radweg und nach wenigen km auch schon in freier Natur. Zudem gab es heute aufgrund der Entschärfung einer Kriegsbombe im Bereich des Hauptbahnhofes eine weiträumige Sperrung.

Hier hatte ich ein schönes Gespräch mit einem Herrn, der seine Morgenrunde auf dem Rad unternahm. Er fragte mich, ob ich aus den „gebrauchten“ Bundesländern komme. Den Ausdruck hatte ich noch nicht gehört. Wir tauschten unsere Erfahrungen zu Zeiten der DDR aus. Zum Beispiel, wie ich mich gefühlt habe, als ich 1982 mit dem Auto nach Zittau gefahren bin oder er Mitte der 80er nach Lübeck zu Westbesuch durfte. Jeder hatte so seine kleine Geschichte. Über Auras, Löschen, Kausche ging es nach Drebkau. Ich hatte einen Bericht im RBB über diese Region gesehen und dort wurde der Ort als sehr heruntergekommen dargestellt. Dies konnte ich so nicht feststellen.


Ab Drebkau bis zum Ort Steinitz hatte ich Begleitung. Ein Herr, der mir etwas von seiner persönlichen Lebensgeschichte erzählte und mir außerdem auch gute Tipps gegeben hat. Aber mein Weg sollte in jeden Fall hierhin führen.






Im schon kultivierten Bereich blühte es an einigen Stellen sehr schön.

An Neupetershain -der alte Ort wurde überbaggert, wie es hier heißt- vorbei ging es in die Bergbaustadt Welzow. Zuerst aber zum Aussichtspunkt mit den üblichen Informationsschildern.


Ob die …

… noch geöffnet hatte, war nicht zu erkennen. Was aber nicht zu übersehen war, war der doch sehr große Leerstand an Wohnungen und Häusern. Der Ort hat durch die Beendigung des Tagebaues richtig gelitten. Da aber doch immer wieder Leute und Autos unterwegs waren, habe ich mich nicht getraut Bilder davonzumachen.
In der Ortschaft Lieske gab es einen schönen Sitzplatz am Sedlitzer See.



Der weitere Weg ab hier ist auf dem letzten Bild rot unterlegt. Er ging immer an den Seen und an ganz vielen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Im Augenblick gibt es noch Restarbeiten an verschieden Kanälen, die die verschiedenen Seen miteinander verbinden. Die offizielle Eröffnung war schon am 29.06.26.

Hier der Rosenthaler Kanal, wo man nun vom …

.. fahren kann.
Am Aussichtspunkt „Schwimmender Steg“ ..


… gibt es viele Infos auf den Tischen und an verschiedenen Wänden. Hier kann man doch nur fragen, ob das in einem gesunden Verhältnis liegt?



Ab Lieske bis Kleinkoschen waren heute auch sehr viel Leute unterwegs. So traf man an den diversen Punkten immer wieder die gleichen Gesichter. Besonders hoch war der Andrang an der Landmarke „Rostiger Nagel“.

Insgesamt 162 Stufen brachten uns …

… dem Himmel näher.
Es war nicht die beste Weitsicht – aber ich konnte mich auch nicht beschweren.



Der Somoer Kanal, Verbindung Seditzer See und Geierswalder See
Von Kleinkoschen nach Grosskoschen an den Senftenberger See.


Die gesamte Strecke verlief immer im Land Brandenburg. Die Grenze zu Sachsen war aber nicht weit entfernt.
Vor dem Stadthafen von Senftenberg musste ich dieses Schild im Bild festhalten.


Vom Stadthafen …

Es soll mir bloß keiner erzählen das hier seid der Wende nichts passiert ist und kein Geld angekommen ist!!
.. war es der berühmte Katzensprung in die Stadt zum Schloss. Zunächst aber unten durch die Befestigungsanlage.



Noch durch die Stadt gefahren zum Marktplatz …

.. mit dem Neubau des Rathauses auf der Stirnseite des Platzes.



Kirche Peter und Paul
Im Außenbereich von Senftenberg standen, wie so üblich, riesige Betonplattenbauten. Der größte Teil war aber schon sehr hübsch wieder hergestellt worden.
Durch Senftenberg fließt die Schwarze Elster. Sie muss aber wohl manchmal mehr Wasser führen, als in den letzten Wochen.

Bei Niemtsch machte sich der Mann für eine Paddeltour über den Senftenberger See klar und die beiden im Hintergrund kommen gleich an Land.

An diversen Stellen wurden die alten Baggerschaufeln in den Orten immer wieder ausgestellt.


Ein Stück des Weges nach Schwarzheide führte an der Schwarzen Elster vorbei.

Auf dem Stadtplan ist zu sehen, dass der Ort nur wenig größer ist als der Betriebsbereich der Firma BASF. Zu DDR-Zeiten haben hier bis zu 10.000 Leute gewohnt. Heute sind es keine 6.000 mehr.

Auf dem nächsten Bild ist die Wohnstruktur sehr gut zu sehen.

Das markanteste Gebäude in der Ortsmitte ist der Wasserturm.


In den Windpark, es sind bei weiten nicht alle Windräder zusehen, wird gerade ein riesiges Windrad gebaut. Doppelt so hoch wie die anderen. In dem Gerüst wird ein weiteres Gerüst gebaut (ist schon fast fertig) und dort kommt die Nabe inkl. Windräder dran. Anschließend wird der innere Bereich nach oben gedrückt und auf der unteren Plattform befestigt. Was es nicht alles gibt.
Mein Hotel liegt nur wenige Meter von der A 13 entfernt. Meine ursprüngliche Unterkunft in Jannowitz hatte heute leider kein Zimmer frei. Und soviel Auswahlmöglichkeiten gibt es leider nicht. Werde wohl daher bei geschlossen Fenster schlafen müssen.