07.07.2022 Lammersdorf – Losheimergraben

Die Luftfeuchtigkeit heute lag immer zwischen 95% und 100 %. Den ganzen Tag über immer wieder kleine Schauer oder Nieselregen, die mich begleiteten. Bin aber trotzdem gut gelaunt nach 63 km und 750 Höhenmeter in Losheimergraben, Hotel Schröder, angekommen. Das Hotel und die paar vereinzelten Häuser liegen ganz nah an der Grenze, bzw. das Hotel liegt schon in Belgien. Ich war überrascht, dass ich immer mal wieder Leute zu Fuß oder auch mit dem Rad getroffen habe.

So war mein Blick heute Morgen aus dem Fenster und im Ort sah es auch nicht besser aus.

Trotz Regens, machte ich mich nach einem Frühstück in einer Bäckerei fertig und fuhr von Lammersdorf bis Kalterherberg immer auf dem Vennbahnradweg. Dieser verläuft zum Glück auf der Grenze oder ganz eng daneben, so wie es mein Plan ist. In Konzen haben sie noch den alten Bahnsteig stehen gelassen.

Vorbei an Infotafeln und den kleinen Eifelorten Imgenbroich, Monschau war ich schnell oberhalb vom Gut Reichenstein. Von den bekannten Schutzhütten steht auch hier eine, die wir gerne genutzt haben. Auch zwei Radfahrer auf dem Weg nach Malmedy zur Brauerei suchten hier Schutz vor dem Regen.

Bereich am Gut Reichenstein

Auf dem Weg gibt es immer wieder Brücken für den landwirtschaftlichen Verkehr oder es kreuzten, wie an dieser Stelle, Wander- und Radwege. Bild oben.

In der Höhe von Gut Reichenstein überquert man auch die Rur. Leider ist sie auf dem Bild nicht zu erkennen – auch weil sie zur Zeit sehr wenig Wasser hat.

Schöne Blicke, wie hier vor Kalterherberg, erfreuten einen dann doch.

Wenig später verließ ich dann den Vennbahnradweg, um dann so fast jeden Anstieg und jede Abfahrt ins Tal bis zum Ziel mitzunehmen. Vorher noch am „Eifeldom“ Kalterherberg vorbeigefahren. Schon sehr imposant; so ein großes Bauwerk in einem kleinen Ort vorzufinden.

Hier im Monschauer Land gibt es eine Besonderheit. Vor den Häusern wachsen ganz mächtige Buchenhecken. Die größten und schönsten gibt es in Höfen. Zum Glück gab es diese auch hier im Ort.

Es ging durch das wunderschöne Perlbachtal – hier blühen im Frühjahr ganz viele wilde Narzissen. Der Perlbach wird später zu einer Trinkwassertalsperre angestaut. Im Oberlauf soll es auch noch die Perlmuscheln geben.

Auf belgischer Seite liegt der Truppenübungsplatz Elsenborn. Ich konnte immer wieder Schüsse und sonstigen Lärm hören.

Was soll hier wohl sein ….?

… Richtig, ein Wanderweg.

Hier musste eine Wandergruppe, die ich vorher getroffen habe, auch durch. Sie taten mir schon etwas leid.

Und dann ….

… kam sogar blauer Himmel zum Vorschein und wenig später ein paar Sonnenstrahlen. Mehr wurde es aber auch nicht.

Die Olef, später wird auch diese zur Trinkwassernutzung in Hellenthal angestaut, hat ihr Quellgebiet ebenso hier im Grenzgebiet, wie zuvor auch die Rur im Hohen Venn und später dann auch noch die Kyll. Die Olef hatte etwas mehr Wasser in ihrem Bett.

Nach einer schönen Mittagsause im Forst Schleiden hatte ich noch drei Berg- und Talfahren vor mir. Wie schon auf dem Weg nach Aachen, standen auch hier Zeugen der Vergangenheit. Ganz große Bereiche des Westwalls sind hier noch zu sehen.

Es blieb trüb und Orte wie Hollerath konnte man nur schwach erkennen.

Ich war jetzt im Bereich der Schneeeifel. Früher war es immer ein sicheres Schneegebiet und dann völlig überlaufen mit Skifahren. Es wurden hier ganz viel Langlaufloipen angelegt. Heute gibt es hier eine Unmenge von Wanderschleifen, Touren ect. Hoffentlich kommt man als Wanderer hier nicht durcheinander.

Ich war jetzt im Tal des Prether Baches und musste nach Udenbreth rauf. Auch hier wieder so gut wie kein Wasser im Bachlauf. Schon sehr erschreckend.

Bis zu diesem Zeitpunkt war es hier im Tal wohl den ganzen Tag trocken geblieben. Ich musste nur kurze Zeit später wieder den Regenüberzug anziehen.

Selbst bis in den Bachlauf wurden die Betonteile des Westwalls gebaut.

Ich war nun im Quellgebiet der Kyll angekommen…

… und es ging wieder langsam bergan. Später überquerte ich den Bachverlauf.

Den Bach selber konnte man nicht im Bild festhalten. Der Bachverlauf ist ganz zugewachsen und es war weniger Wasser zu erkennen, als die Menge, die aus einem Wasserhahn kommt.

Dann noch ca. 20 min und ich war am Ziel des zweiten Tages angekommen.

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