14.07.2025 Dorum – Ruhwarden

Beim Frühstück im Sporthotel Dorum hatte ich eine nette Unterhaltung mit einem Ehepaar aus der Nähe von Wien. Sie sind bereits seit drei Wochen mit dem Auto unterwegs – über Görlitz, Rügen, Rostock, Boltenhagen, Lübeck, Dagebüll, Husum, Hamburg – und nun in Dorum! Weiter geht’s über Bremen, Emden, Amsterdam, Brügge und dann die französische Küste hinunter. Sie haben noch viel Zeit.

Mein Weg führte mich entlang der Wesermündung nach Bremerhaven und über die Weser ins Butjadinger Land.

Zum Start heute erst mal ein tierisches Foto.

Die Kirche in Padingbüttel …

… hatte montags leider geschlossen. Ich hätte sonst gerne eine Kerze für einen lieben Menschen angezündet.

Ich kenne Herrn Vincent Lübeck nicht …

… aber den Menschen in Padingbüttel war es wichtig, ihm ein kleines Denkmal zu setzen. Wie schon in den letzten Tagen ging es immer entlang des Deiches. Die Windräder standen noch still.

Noch hatte ich einen freien Blick zur Nordsee. Von links mündet die Weser in die Nordsee.

Türme und Seezeichen hatte ich heute jede Menge im Blick.

Unten am Deich kam dieses ältere Modell …

… und zur anderen Seite tauchte der zweite große Seehafen hinter Hamburg auf – Bremerhaven.

Der kleine Hafen von Wremen war aufgrund der Ebbe wasserlos. Der Leuchtturm wird „Kleiner Preuße“ genannt.

Der „Ochstenturm“ mit Aussichtsplattform befindet sich auf einem Friedhof in der Nähe von Insum.

Die Verladekräne des Containerterminals …

Am Gasthof „Zum Schloss Morgenstern“ …

… hatte ich jetzt auch das letzte Bundesland erreicht, welches ich auf dieser Radreise an der deutschen Außengrenze durchfahre. Es ist Bremen.

Der Radweg in die Innenstadt von Bremerhaven führt durch das Hafengebiet – dementsprechend viel LKW-Verkehr mit Containern, die ankommen oder ins Umland weitertransportiert werden. Ganz spannend – aber auf Dauer nichts, was man sich wünscht.

Bekannt ist Bremerhaven auch für den Autoexport. Insgesamt habe ich fünf Transportschiffe gesehen sowie zwei riesige Parkhäuser und große Stellflächen davor. Was hier an Werten herumsteht – unglaublich. Auch Traktoren, Mähdrescher und sogar Fräsmaschinen für Asphalt werden hier verladen.

Besondere Autos werden offenbar separat im Anhänger angeliefert – so stand es zumindest auf einer Plane.

Und nach einer guten halben Stunde war ich am Innenhafen mit all seinen Sehenswürdigkeiten angekommen.

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Wie in vielen Hafenstädten gab es auch hier prächtige Häuser und Wohnungen mit Weserblick.

Der „Zoo am Meer“.

An der Schleuse hatte ich einen Blick hinüber nach Blexen – dort würde es später weitergehen.

Eine gläserne Brücke führt zum Klimahaus.

Mein zweites U-Boot auf dieser Reise: Die „Wilhelm Bauer“ liegt hier vor Anker.

Da ich die erste Fähre um eine Minute verpasst hatte, musste ich 20 Minuten auf die nächste warten – und das sollte sich lohnen.
Zunächst traf eine Frau aus den Niederlanden mit dem Fahrrad ein, die von Hirthals (Norwegen) auf dem Rückweg nach Seeland ist – eine spannende Geschichte. Danach kam ein Mann aus Papenburg, der in Grömitz an der Ostsee gestartet war und über Kiel sowie den Nord-Ostsee-Kanal jetzt fast zu Hause angekommen ist. Es war 12:20 Uhr und bis Papenburg noch 120 km – ich glaube nicht, dass er das heute noch geschafft hat. Eine gute halbe Stunde später traf ich ihn zufällig wieder – auf dem Weg nach Fedderwardersiel. Die Richtung stimmte nicht ganz.

Die Kräne und das Panorama von Bremerhaven hinter Blexen …

… etwa auf der Höhe der Wesermündung in die Nordsee. Noch im letzten Jahr war ich in Hann. Münden – dort, wo die Weser aus Fulda und Werra entsteht.

Diesen gelben Leuchtturm/Wegweiser hatte ich bereits von der anderen Weserseite gesehen – jetzt weiß ich, dass es sich um „Langlütjen 1“ handelt.

Zwischen Burhave und Langwarden stehen auf der Innenseite des Deiches Figuren. Da ich heute viel auf der Außenseite unterwegs war, konnte ich nur die Damen grüßen.

Die „Seebrücke“ von Burhave …

… und schon war ich im kleinen Fischerdorf Fedderwardersiel angekommen. Der rote Kutter hatte gerade frischen Fisch angelandet und legte nun an.

Am Ortsende von Fedderwardersiel, bevor es wieder über den Deich ging …

… sah ich das hier.

Die letzten 10 km fuhr ich gemeinsam mit einem Ehepaar aus Bremervörde. Sie machen hier Urlaub und fahren jeden Tag ihre Runden – nur mit Muskelkraft. Es war ein nettes Gespräch, aber irgendwann reichte es mir auch, und ich legte eine kurze Rast ein.

Im linken Bogen um Butjadingen herum sah ich bereits den dritten großen deutschen Containerhafen am Meer – den Jade-Weser-Port. Dort werde ich übermorgen vorbeikommen.

In Ruhwarden entdeckte ich diesen stattlichen Bauernhof.

Bis jetzt hatte ich auf dieser Reise nur kleinere Gehöfte gesehen.
Meine Unterkunft heute ist die Ruhwarder Mühle. Hier bekomme ich auch mein Abendessen – ich muss also nicht mehr los.

„Die ehemalige Mühle ist eingebettet in einem herrlichen Garten, umgeben von Wiesen am Rande des idyllischen Erholungsortes Ruhwarden in der Mitte der Urlaubs-Halbinsel Butjadingen. „

Sehr nette Unterhaltung mit einer Familie aus Burg in Sachsen-Anhalt gehabt. In Burg bin ich im letzten Jahr, am ersten Tag der Radreise durchgekommen.

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