30.07.2024 – 01.08.2024 Hamberge – Scharbeutz – Gremersdorf – Heimat

30.07.2024

Hallo zusammen. Hier folgt jetzt der letzte Bericht im Blog. Ich bin am 01.08.24 zu Hause angekommen. Aber heute am 03.08.24 die letzten Tage in der Kurzfassung.

Bevor ich von Hamberge, über einen anderen Weg, wieder bei Niendorf an der Ostsee angekommen bin wurde am Morgen dieses Bild gemacht. Dort wo der gelbe Pfeil ist, ist die Ostsee zusehen.

In der Ortschaft Bössow hätte ich einen Heizungsbauer meines Vertrauens gefunden.

Noch früh am Morgen, aber die ersten Badegäste sind schon da. Nach Wohlenberg ging es hoch, trotzdem Zeit für ein Bild von Reethaus.

Es sollte heute die Etappe werden mit den meisten Höhenmeter, seitdem ich aus den Bergen raus bin. Es ging immer wieder kurz, steil rauf und dann sofort wieder runter. Hinter Boltenhagen bis nach Travemünde hätte man dies so nicht erwartet. Aber die Strecke dort verlief auf den alten Kolonnenweg. Nur die Sicht zur Ostsee war jetzt durch ca. 35 Jahre alte Bäume versperrt.

Die Steilküste hinter Boltenhagen im Blick…

.. fuhr ich sehr schön an modernen ..

.. und auch an älteren Häusern vorbei.

Mir persönlich hat Boltenhagen sehr gut gefallen. Dort haben Sie eine schöne Promenade für Fußgänger angelegt und wir Radfahrer fahren ca. 10 Meter daneben. Jedenfalls sind hier nicht so viele, nach meinem Gefühl, „Fressbuden“ wie in mach anderen Seebädern.

Erst von hier aus habe ich die Seebrücke im Bild festgehalten.

Direkt am Strand steht dieses Gebäude leer.

Die Steilküste kommt näher, dort werde ich auch gleichstehen.

Von hier aus schon einen guten Blick in die Lübecker Bucht mit der Küste von Schleswig-Holstein im Hintergrund.

Jetzt auf dem Kolonnenweg angekommen hatte ich wieder meine „Grenzerfahrung“ von 2020. Mehrere Menschen sind beim Versuch nach Schleswig-Holstein zu gelangen in diesem Bereich der Ostsee ums Leben gekommen. Auch hat sich hier die Katastrophe mit über 7000 Toten der Cap Arkona zugetragen.

Da auch hier die Steilküste an einigen Stellen bröckelt gab es einen kleinen Umweg. Die Sonnenblumen im Feld der Dicken Bohnen musste ich fotografieren.

Am Standort der nächsten beiden Bilder traf ich zwei Ehepaare aus Brandenburg. Wir kam ins Plaudern über die Informationstafeln die am Wegesrand stehen, an dieser Stelle leider mutwillig zerstört. Jedenfalls einer der Herren hat damals die Betonplatten der Kolonnenwege mit verlegt. Es war richtig schwere Arbeit und den Zement für die Platten bekamen Sie aus dem Westen geliefert. Es blieb aber so gut wie nichts für die eigene Bevölkerung übrig. Aber sie waren hocherfreut, dass wir heute alle hier schön mit dem Rad fahren können. Was mich am meisten gefreut hat, war die Tatsache, dass Sie positive denken und nicht wie viele andere alles nur negativ sehen. Auch Sie machten sich große Sorgen wie es in den südlichen Bundesländern der ehemaligen DDR weitergehen wird. Ich hätte für dieses Problem eine Lösung.!

Standort der Bundeswehr
Wie werde ich diese Platten vermissen – in gut 14 Tagen habe ich Sie wieder!!

Ein Holzkreuz zum Gedenken und Info`s zum Untergang der Cap Arkona.

Und jetzt liegt hier alles ruhig und die Menschen genießen den Strand.

Mit vielen Gedanken im Kopf erreichte ich diese Stelle.

Am 19.06.2020 bin ich hier abgebogen um meine erste große Radreise in Angriff zu nehmen. Einmal die ehemalige innerdeutsche Grenze erleben zu dürfen. Dieses nachfolgende Infoschild war das erste von ganz vielen auf der damaligen Reise.

Der Kolonnenweg in Richtung Osten.

Die ehemalige DDR habe ich damit vollständig umrundet. ………..!!!!

Travemünde war nicht mehr weit und des guten Muffins von Kirsten warteten auf mich.

Von der Fähre aus hatte ich einen guten Blick auf das Segelschiff Passat.

Ich hatte ein nettes Gespräch mit meiner ehemaligen Mitarbeiterin und zum Schluss gesellte sich auch der jüngste Sohn hinzu. Leider musste Jan, mein Ex-Zivi arbeiten. Vielen Danke für die Zeit!

Auch am Brodtener Ufer bröckelt die Steilküste, so dass an einigen Stellen der Weg schon ins Landesinnere verlegt werden musste. Aber die Blicke auf`s Wasser bleiben weiterhin schön.

Mit der Seebrücke von Timmendorfer Strand endete fast der Tag.

Von hier aus war Scharbeutz schnell erreicht und zum Abendessen ging es in die Jugendherberge zu Antje und Walter. Ich, wir hatten einen schönen, netten und kurzweiligen Abend. Auch an dieser Stellen vielen Dank für die Zeit.

31.07.2024

Es war heute die vorletzte Etappe und mit 92 km der zweitlängste Abschnitt mit Gepäck. Und auch der Gegenwind war sehr gut zu verspüren. Ab Scharbeutz bis hoch nach Heiligenhafen war die Lübecker -, bzw. die Mecklenburger Bucht auf meiner rechten Seite fast immer zum Greifen nah.

Morgens um 08:00 Uhr und in der Jugendherberge Scharbeutz ist schon leben.

Nicht zu sehen – aber ich konnte es hören.

Ganz anderes als 2020 war die See ganz ohne Wellen.

Vorbei an Haffkrug, Sieksdorf war ich wieder an der Neustädter Bucht angekommen.

Es ging um, dass Hafenbecken von Neustadt rum …

.. und ich stand wieder an einem Punkt der mit der Cap Arkona zusammenhängt. Könnte man durch die kleinen Seeschlitze schauen würde man das Wrack der Cap Arkona sehen.

Am Dorfteich von Brodau ..

.. vorbei war das Ostseeheilbad Grömitz ..

.. dass nächste Ziel. Immer schön oben auf dem Deich fuhr ich weiter ins Ostseeheilbad Kellenhusen.

In Folge der Ostseesturmflut von Oktober 2023 musste ich zum Leuchtturm Dahmeshöved einen anderen Weg nehmen als laut Karte gedacht.

Auch bei Dahme gibt es eine Steilküste. Die Treppe runter zum Strand ist erst wieder im April fertig gestellt worden.

Noch kurz mit der neuen Hausleitung der Jugendherberge Dahme gesprochen und schon ging es weiter.

Am Strand (was davon übriggeblieben ist) von Süssau sind noch die Bautätigkeiten im vollen Gange.

Hinter diesen Häuser gibt es einen etwa 2,50 Meter hohen Deich. Wäre das Wasser auch nur etwa 10 cm höher gekommen, wäre der da hinterlegende Campingplatz komplett abgesoffen.

An der Löhrdorfer Brücke bin ich auch wieder vorbei geradelt.

Den „Kleiderbügel“ nach Fehmarn fand nur kurz meine Beachtung.

Heiligenhafen ..

.. mit dem Graswarder ..

.. und dem Binnensee war das Ziel meiner Aufmerksamkeit.

Extra Gestelle für die Liebesschlösser ..

.. im Bereich der Seebrücke.

Den Binnensee aus der Perspektive des Ostsee Ferienparks.

Die Weizenernte läuft auf vollen Touren bei diesem trockenen Wetter.

Weiter über den Ostseeküstenradweg ..

.. habe ich heute die letzte Übernachtung in Gremersdorf gebucht. Alle die schon einmal mit dem Wagen nach Fehmarn gefahren sind kennen das Hotel von außen. Es steht ein großes Schild „Hotel“ an der Straße und genau dort gibt es eine kleine Unterführung der A 1 rüber nach Fehmarn.

01.08.2024

Die letzten 62 km standen an. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen ganz entspannt nach Hause zu fahren. Aber der Himmel war bedeckt und besonders warm war es auch nicht. Also Tempo machen und ich bin gegen 12:00 Uhr zu Hause.

So große Felder mit Topinambur habe ich auch noch nicht gesehen. Die stehen an der Straße zum Weißenhäuser Strand. In Oldenburg stand mal wieder ein Umleitungsschild an einem Blumenladen. Ich also rein und nachgefragt wie es den nun in Richtung Weißenhäuser Strand aussieht. Antwort: Die haben vergessen das Schild zu entfernen. Ist wieder alles frei.

Ein kleiner Strandabschnitt hinter Weißenhaus.

Für einige km fuhr ich jetzt vom Strand entfernt an der B 202. Kurz bevor ich Sehlendorf erreichte konnte ich schon Hohwacht sehen.

Den kleinen Radweg durch das NSG Sehlendorfer Binnensee ..

.. genommen und zag war ich schon am Hafen Lippe.

Über Behrensdorf, Satjensdorf war ich am Strand von Hohenfelde. Ab hier ging es nur noch auf dem Küstenschutzdeich bis zur Ortschaft Stein.

Die vorletzte Seebrücke in Schönberg ..

.. mit Blick auf die Steilküste bei Schilksee ….

… und dem letzten Leuchtturm von Heidkate auf dieser Reise…

… war der Blick nach Laboe zum Greifen nah.

Von der Marina Wendtorf konnte ich heute wunderbar das Olympiazentrum in Schilksee sehen.

Die kleine Seebrücke von Stein schließt die Serie der ganzen Seebrücken seit Swinemünde ab.

Hier ein kurzes Gespräch mit Einheimischen geführt. Sie unterhielten sich über das Mittagessen von heute. Es hörte sich gut an und ich meinte ich fahre hinterher, da mein Kühlschrank ja nach über 5 Wochen leer ist.

Die Strohfiguren in der Probstei sind noch alle am Start. Hier die nette Idee in Stein.

Zu Hause angekommen hatte sich die Natur ein Stück meines Gartens und auch die Oberhand vom Carport übernommen.

Ist wieder schön hier zu sein. Nach 2423 km, geplant waren 2300 km, und einer Fahrzeit von über 153 Stunden bin ich mit dem Ablauf der diesjährigen Tour zufrieden. Wieder sehr viele nette Menschen getroffen und einige gute Unterhaltungen gehabt. Besonders auf dem Oder-Neiße-Radweg waren die lieben, netten Menschen entspannt unterwegs. So wie ich es mir auf meinen Reisen wünsche. Interessante, neue Landstriche kennen gelernt und so manche Erfahrungen in den diversen Hotel machen dürfen. Von den 31 besuchten Hotels/Pensionen würde ich fünf nochmals besuchen. Einen eindeutigen Gewinner gibt es diesmal nicht. Jede der fünf Unterkünfte hatten seinen eigenen Reiz. Und dass der Gast nur noch ganz selten frische Brötchen zum Frühstück bekommt ist sehr schade. In diesem Jahr hat mich jeder Tag 9,32 € mehr gekostet als in den beiden letzten Jahren.

Diesmal hatte ich auch auf der Insel Usedom einen Platten. Also, ganz ohne Panne hat es diesmal nicht geklappt.

Es war der längste Abschnitt bei der Umrundung von Deutschland. Jetzt fehlt nur noch der Bereich hoch nach Dänemark und an der Nordsee entlang nach Weener. Mal sehen wie ich es anstellen werde.

Ich will nicht groß auf die Meckerer in den östlichen Bundesländern eingehen. Von außen betrachtet ist sehr viel erreicht worden. Mache Ecken stehen eindeutig besser dar als so mache Stadt im Westen. Dies den Menschen im Osten zu erklären ist die Hautaufgabe der Politik. Wie wäre es sonst mit einem Teil der Ex-DDR einen Neustart zumachen. So in der Art DDR 2.0.

Den das Gejammere zwischenzeitlich von einzeln Personen, ich habe es nicht immer in dem Blog erwähnt, ging mir schon auf die Nerven.

Ein Kommentar zu “30.07.2024 – 01.08.2024 Hamberge – Scharbeutz – Gremersdorf – Heimat

  1. Gratulation, lieber Helmut, was Du auf dieser Reise geschafft hast und wie konsequent Du Deine Pläne in die Tat umgesetzt hast. Interessant und beeindruckend finde ich die Daten Deiner Reise. Bemerkenswert wie teuer alles geworden ist. Es wird auch an der Region liegen. Eben ein touristischer HotSpot. Schön, dass Du da warst, obwohl wir uns nicht gesehen haben. Das holen wir nach. Vielleicht bei einer Radtour? 😅🤓

    Viele liebe Grüße und gute Erholung.

    Jan

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