Gut, dass ich flexibel bin. Heute musste ich zwei Punkte, die ich besichtigen wollte, auslassen. Die Radwege waren heute ganz anders und zwar viel schlechter als in den letzten Tagen. An ein gemütliches Fahren war zwischendurch nicht zu denken. Dazu später aber noch mehr.
Schnell ging es aus Sohland an der Spree über die Grenze zur Ortschaft Rozany (Rosenhain). Viele schimpfen ja hier in der Gegend, dass man sie vergessen hätte. Mag hier und dort sicherlich auch stimmen, aber alle vergessen, dass sie mal eben rüber in die Tschechische Republik fahren und dort günstig einkaufen und Benzin tanken können. E 10 kostete heute 1,489. Dass sind mindestens 40 Cent weniger als bei uns in Schleswig – Holstein.

Anschließend ging es nach Sluknov (Schluckenau). Auch hier gibt es modernisierte Gebäude und solche die in Vergessenheit geraten sind.







Und jetzt hatte ich mich auf einen schönen Radweg durch den Wald gefreut. Tiefe Schlaglöcher, sehr grober Schotter – ganz einfach schlecht. Aber die Landschaft war sehr schön.

Dann bin ich zu dieser Info gekommen.

Den Abstecher wollte ich gerne zur Wüstung Fagau nehmen. Die 2,5 km und die 90 Höhenmeter waren nicht mein Problem. Aber der Weg!! Sehr schade aber das wollte ich mir dann nicht antun. Auf dem nächsten Bild sieht man den Grenzverlauf und der Pfeil zeigt etwas den Punkt des Ortes.

Unterwegs saß dieser Jungvogel auf einem Stein.


Aber diesem kleinen Stausee wurde der Weg eindeutig besser.

Schon sehr interessant wie grenzübergreifend das Wandernetz ausgebaut wurde. Ich stehe auf tschechischer Seite und die Hütte steht in Deutschland. Nur so kann es gehen.

Von diesen Ameisenhaufen hatte ich unterwegs schon mehrere gesehen.

Bevor ich später wieder auf die deutsche Seite nach Ebersbach-Neugersdorf wechselte, konnte ich im Hintergrund schön die Hügelkette der Qybiner Berge sehen.


Die drei weiteren Bilder zeigen Eindrücke der Ortschaft Jirikov (Georgswalde).



Kurz vor der Grenze dann noch dieses große Gebäude.


Auf dieser Eisenbrücke fuhr ein PKW mit Flensburger Kennzeichen an mir vorbei.


Das Gebäude war zu Zeiten der DDR eine Fabrik für Kinderkleidung. Steht jetzt aber schon sehr lange leer. Nur im oberen Turmbereich hat die frühere Besitzerin bis 2002 gewohnt. Dann ist sie verstorben.

In der Ortschaft Ebersbach-Neugersdorf gibt es zwei Spreequellen. In jeden Ortsteil eine. Auf dem Weg dorthin erkennt man schon an der Bemalung der Straße hier fließt die Spree.


Sehr nett gestaltet ist diese Quelle.


Vorbei an alten Plattenbauten, aber neu gestaltet ging es zur zweiten Quelle.



Die dritte Quelle der Spree liegt oben auf dem Berg Kottmar. Hier fragte ich einen Kleingärtner, ob dies der Weg hoch zur Quelle wäre. Er meinte ja, aber im weiteren Verlauf nicht unbedingt schön für Radfahrer und dann auch noch mit Gepäck. So strich ich schweren Herzens auch diesen Abstecher von meiner Liste.
Entlang der Hauptstraße ging es durch den Ort. Vorbei an der Kirche …

.. hoch zum Bismarckturm betrug die Steigung 11%. Wenigstes stimmte auch die Aussicht.



Gegenüber stand früher einmal eine Fabrik und der Bereich darunter wurde als Eiskeller genutzt. Heute ist es möglich mit dem Drehrad einen Eimer Wasser nach oben zu befördern.



Über den Jockelberg fuhr ich nach Seifhennersdorf. Am Himmel gab es dies zu sehen.

In der Ferne die Ortschaft Rumburk (Rumburg). Hier wurde nicht so viel am Ortsnamen verändert.

Die Hügel kamen jetzt schon näher und Einzelheiten wurden erkennbar.


Seifhennersdorf hat etwas. Auch leerstehende große Betriebe, aber auch schmucke Häuser.





Hier drei Häuser, die auch noch zufällig nebeneinanderstehen.

Durch Seifhennersdorf fließt der kleine Bach Mandau. Wie mir später eine Postzusteller erzählte, gab es auch hier schon größere Überflutungen im weiteren Verlauf in Richtung Varnsdorf und Großschönau. Sieht man ihr an dieser Stelle überhaupt nicht an.

Und so ging es durch den Ort weiter zum Pausenplatz an der Mandau. Hier konnte ich meine Füße schön baden. Später kamen noch vier Jungs aus Varnsdorf und hatten ihren Spaß im Wasser.






Zwischenzeitlich wieder über die Grenze in der Ortschaft Varnsdorf (Warnsdorf). Auch hier fallen einem sehr schicke Häuser ins Auge. Der Ort muss früher einmal sehr reich gewesen sein.









Hier wechselte ich für heute das letzte Mal die Grenze.



Ich hatte noch Zeit – habe ja stark abgekürzt – und konnte mir in Ruhe den Ort Großschönau ansehen. Er ist richtig schick, sehr viel Umgebindehäuser und auch auf dem Friedhof kann man die gute Vergangenheit sehen. Es gibt eine große Anzahl von richtigen Familiengruften.







Auf dem letzten Bild stehen schon Namen von Personen , die noch nicht gestorben sind.


Dass es ein deutsche Damast- und Frottiermuseum gibt , wusste ich bisher auch nicht.


Zum Abend gegen 19:00 Uhr sah der Himmel dann so aus.


Euch allen einen schönen Sonntag und ich vergaß die lieben Grüße nach Celle!
Hallo Helmut, ich verfolge deine Erlebnis Fahrradtour mit Spannung und das du diese “alleine” so durchziehst…… Respekt!
Also weiterhin, immer genug Luft im Reifen und pass auf dich auf ! Gruß Frank
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