Nach einem schönen Abend mit Merita in River Loft mit guten Essen und einer angenehmen Nacht klingelte der Wecker um 06:35 Uhr – wie jeden Tag lieber Johann.
Die Fähre über den Kanal hat auf mich gewartet und schon ging es los.

Die Hochbrücke der B5 bei Brunsbüttel.

Heute war es so etwas wie eine „abgeschaltete Energie“-Tour. Zuerst fuhr ich am ehemaligen Kernkraftwerk Brunsbüttel vorbei ..

… und wenig später kam Brokdorf in Sicht.

Später noch das ehemalige Kohlekraftwerk von Wedel. Gegenüber von Brokdorf, auf niedersächsischer Seite, konnte ich Freiburg mit Radarturm und Kirche gut sehen.

Übermorgen komme ich auch dort hin. Ein ehemaliger Schiffsanleger?

Selten war die Elbe so nah wie an dieser Stelle. An ganz vielen Passagen war ein Schilfgürtel oder auch Deichvorland dazwischen.

Das Störsperrwerk vor Glückstadt. Die Stör ist rund 86km lang und entspringt bei Kellinghusen.


Bei Glückstadt hätte ich auch die Fähre hinüber nach Wischhafen nehmen können. Aber ich wollte schon bis Hamburg rein.

Die Landschaft zwischen Störsperrwerk und Glückstadt heißt „Blomesche Wildnis“. Es gibt auch die „Engelbrechtsche Wildnis“.
Der kleine Hafen von Glückstadt …

… mit ein paar Treppenstufen, die mit Gepäck schwer zu nehmen sind.

Wie schon in den letzten Tagen mal auf der Wasserseite und dann wieder Landseite gefahren. Auch hier gibt jede Menge Naturschutzgebiete.

Über Kollmar ging es dann zum Sperrwerk der Krückau (kommt aus Elmshorn). Laut Internet können Radfahrer nur jede Stunde rüber. 10:15 Uhr etc. Freitags ist die letzte Öffnung um 12:15 Uhr. Da heute Niedrigwasser war, konnten wir Radfahrer jederzeit rüber. Also keine Wartezeit notwendig. Hier traf ich einen Radfahrer aus meinem Nachbarort Heikendorf. Die sind auch einfach überall:)

Bis zum nächsten Sperrwerk der Pinnau, etwa 6km entfernt, dauert es etwa eine halbe Stunde. Also gut zu schaffen. Die Pinnau ist etwa 41km lang und entspringt bei Henstedt-Ulzburg.


Vor Wedel heißt die Landschaft „Haseldorfer Marsch“

Im Vorbeifahren einige Informationsschilder gesehen:




Weit vor Wedel gibt es auch schon größere Obstanbaugebiete.

Aber nicht zu vergleichen mit dem Alten Land.
Die Seifenblasen sollen an die Hochzeit von Svenja erinnern. Ulrike und ich haben vor kurzem eine kleine Frauengruppe am Strand von Stein getroffen und zwei Lose beim Junggesellinnenabschied gekauft. Ich hatte mich an dem Tag als Gewinn für die Seifenblasen entschieden und versprochen, dass ich sie heute – am Hochzeitstag – fliegen lassen werde. Gesagt – getan:) Ich habe aber auch noch an eine andere Person dabei gedacht.

Zwischendurch immer wieder kleine Sportboothäfen. Alle haben mit dem Schlick der Elbe zu kämpfen.

An der Schiffsbegrüßungsanlage in Schulau habe ich eine Rast eingelegt. Leider fuhr aber nur ein Schiff in den gut 30min nach Hamburg rein. Die letzten Tage hatte ich immer wieder kurz ein Ehepaar getroffen. So auch heute. Aber erst hier haben wir ein längeres Gespräch geführt. Sie sind in Saalfeld gestartet – Saaleradweg – dann hoch nach Rostock, rüber nach DK, über Flensburg und Husum jetzt die Elbe bis Hamburg. Morgen geht es nach München nach Hause. Auf welche Ideen die Leute kommen.


Hinter Wedel dicht an der Elbe gefahren. An netten Häusern vorbei oder wie hier einer alten Fabrik. Aber ganz toll hergerichtet worden.

An Uwe habe ich gestern auch gedacht.

Blankenese!!



An der Haltestelle Teufelsbrück ging es mit dem „Dampfer“ rüber nach Finkenwerder mit einem schönen Blick in den Hamburger Hafen.



Mit dem letzten Foto, das das Lotsenhauses „Seemannshöft“ zeigt und welches genau gegenüber von meinem Hotel liegt, verabschiede ich mich für heute. Noch eine Woche darf ich bis zum Ziel unterwegs sein.
