So früh hatte ich bei meinen Radtouren noch nie einen Regentag. Zum Glück hatte ich ja eine relativ kurze Strecke und die Regenschauern bis gegen 10:00 Uhr vorbeiziehen lassen. So ergab sich noch ein nettes Gespräch mit den drei Radwanderern, die ich schon am ersten Tag am Strand in Dänisch Nienhof getroffen hatte. Sie sind am Ziel angekommen und fahren heute mit dem Zug in Richtung Frankfurt. Den Männern hat die Strecke von Greifswald bis Flensburg sehr gut gefallen. Hört man doch gerne.
Vom Hotel ging es bergab bis zum Ende der Flensburger Förde. So wie auf den ersten Bildern sah der Himmel fast den ganzen Tag aus. Von Sonnenschein kann ich nicht berichten. Die Segelboote im Vordergrund verdecken etwas dem Museumsberg von Flensburg.


Bei den Treppenstufen im Vordergrund ist Schluss mit der Förde.

Es ging sehr schön – wenn ich denn überhaupt etwas durch meine Brille sehen konnte – am Wasser entlang. Kurz konnte ich die Marineschule in Flensburg-Mürwik erkennen.

Einen Blick für Kunst am Wegesrand habe ich immer. Mir wäre es lieber gewesen der Strand wäre gut besucht gewesen.

Über dem Dammweg ging es runter zur Schusterkate. Mitten in der Brücke ist die Grenze nach Dänemark. Jetzt bin ich mit dem neunten auch dem ‚letzten‘ angrenzenden Land auf meiner Reise begegnet.


Bei den Häusern und dem roten Pfeil ist der westlichste Punkt der Ostsee.

Über Kupfermühle; die Häuser lassen die Nähe zu Dänemark erahnen, …

… blieb ich jetzt für längere Zeit auf dänischem Staatsgebiet. Ich konnte mich gut an den Schildern orientieren.

Mal bin ich auf dem Radfernweg Nr. 8 unterwegs gewesen oder habe die Beschilderung des Grenzweges genutzt.

An dieser Stelle habe ich auch zum ersten Mal den berühmten Wildschweinzaun gesehen. Dieser zieht sich komplett von Ost nach West an der Grenze entlang. Offen ist dieser nur an den Straßen.

Kurz vor Krusa überholten mich zwei Radfahrer, die ich aber wenig später wieder traf. Der junge Mann wollte sich – so wie ich – Regenschutz über die Schuhe ziehen. Dadurch sind wir ins Gespräch gekommen und die Frau an seiner Seite fragte mich woher und wohin. Ordentlich geantwortet und dann erzählte sie, dass ihr Freund vom Oberstdorf nach Sylt unterwegs ist -lso vom Südlichsten Ort zum nördlichsten Punkt. Auch sagte sie, dass er heute am Ziel auf der Insel ankommt und morgen zum nördlichsten Punkt fährt. Allerdings war er in Oberstdorf nicht am Haldenwanger Eck. Er ist nur zu dem Punkt geradelt, an dem man dann die Räder abstellen muss und den Rest zu Fuß gehen muss. Geht in meinen Augen ja überhaupt nicht…:)
Über Krusa – Bov – Padborg (hätte ich gerne angesehen) ging es wieder zurück nach Deutschland. An der Grenze …

… gibt es ein Denkmal, das an die Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg erinnern soll.


Auf Deutscher Seite gibt es durchgehend eine „Grenzstraße“. Diese habe ich immer mal wieder genutzt. Heute war allerdings sehr viel Autoverkehr. An der Hauptzufahrt von der A7 nach Sylt gibt es wohl eine Baustelle. Gut, dass ich schon durch die Regenkleidung von Weitem zu erkennen war. Über die A7 mit Blickrichtung Norden …

… ging es in Ellund wieder rüber zur Dänischen Seite. So haben Sie die Zufahrten zu den Feldern im Grenzzaun gestaltet.

Zwischendurch immer wieder kräftigere Schauer, die ich hinter Büschen abwartete und Zeit zum Fotografieren hatte.


Ab ca. 12:30 Uhr sollte es bis gegen 16:00 Uhr trocken bleiben. Diese Zeit nutze ich sehr intensiv zum Fahren. Es gab außer Landschaft auch nicht viel zu sehen. Bei Bügelhuss querte ich mal wieder die Grenze und fuhr über die Grenzstraße bis kurz vor Ellhöft.

Mittlerweile war ich in Nordfriesland angekommen.

Kurze Rast in einen Buswartehäuschen gemacht. War windgeschützt! Es war zwar trocken, aber nicht schön.

Bei Vindtved gibt es den Vindtved Kanal.



An jedem landwirtschaftlichen Grenzübergang stehen Überwachungskameras. Ich bin also ein paar Mal gesichtet worden.

Wieder zurück in Ellhöft entdecke ich diese Kunst. Leider keine Erklärung.


Die Kunst steht auf einem Platz, auf dem es vor Kurzem wohl noch ein Windrad gab.

Jetzt hatte ich auch Infoschilder, die lesbar waren.



Auf dem letzten Stück nach Süderlügum ging es auf ..

… diesem Weg weiter. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.
Vor Süderlügum gibt es Binnendünen.



Gegenüber vom Hotel steht die evang. Kirche.


Die alten Grabsteine sind im Erdwall als Stütze angebracht worden. Auch eine gute Idee, wie ich finde.

Heute schlaf ich unter Reet. Das Gasthaus Tetens gibt es schon seit 1739.
Früher standen Pferde vor der Türe …

.. und heute Motorräder und Autos!


Laut Wetterbericht soll es morgen deutlich besser werden. Nur bis gegen 09:00 Uhr soll es etwas Regen geben. Vielleicht habe ich auch Zeit mir Tondern anzusehen. Die geplante Strecke liegt nur bei 50 km. Daher hätte ich viel Zeit für Besichtigungen. Lasse mich einfach überraschen.
Heute vor einem Jahr war ich an der Neiße in Rothenburg und habe in der Pension Cubana geschwitzt und nette Leute getroffen.
Folgende Kommentare habe ich erhalten!
Berlienchen: Da hattest du ja wunderbares Wetter! Tolle Aufnahmen. Für die nächste Etappe wünsche ich dir wenig Gegenwind und bin gespannt, was dir vor die Linse kommt.
LG
Das sind wieder so schöne Bilder! Man vermutet gar nicht so viele Anstiege auf der Strecke 😅
Weiterhin gute Fahrt!
Viele Grüße, Cora
Lieber Helmut, ich wünsche dir eine besonders schöne Zeit für deine letzte Etappe. Vielen lieben Dank für‘s Foto 😊
LG Astrid
Gute Reise Hoffe es ist nicht soooo heiß Liebe Grüße Margit & Johann
Hallo Helmut, schön das du wieder mit dem Rad unterwegs bist. Ich wünsche dir eine angenehme Reise , mit vielen schönen Momenten und Erlebnisse. Komm gesund wieder, liebe Grüße aus dem „Pott“ sendet dir Frank
Hallo Helmut, herzliche Grüße aus Wesel. Danke, dass Du uns an Deinen Erlebnissen teilhaben läßt.
Viele Grüße auch von Daniela
Frank
Moin Helmut,
es ist eine schöne Sommertradition, dich in diesen Monaten begleiten zu dürfen.
Danke und liebe Grüße, Antje
Danke und gute Fahrt Liebe Grüße Margit & Johann