Heute sollte ich die Insel Usedom verlassen und den letzten Abschnitt in Richtung Kiel starten. Zuerst musste ich aber gut 18 km an der B110/B111 fahren, um auf dem schnellsten Weg wieder zur Route zu kommen. Zuerst aber zum Mittelpunkt der Insel.




Diesen Blick hatte ich gestern schon – da war ich nur weiter unten am Wasser.

In Richtung Ückeritz fuhr ich wieder durch die Felder an glücklichen Kühen vorbei.

Der kleine Hafen von Stagnieß …

.. mit dem Achterwasser liegt sehr schön.


Unterhalb von Ückeritz vorbei war ich sehr schnell im Seebad Kölpinsee.

Durch Buchenwälder, immer küstennah, ..


… war ich im Bereich einer Rundtour über die Vergangenheit der Insel im nördlichen Bereich. In diesem Teil wurde während des 2. Weltkrieges die V2 Rakete entwickelt und auch getestet. Einige Dokumentationsstellen sind sehr schön. Bei anderen nagt doch der Zahn der Zeit und müssten meiner Meinung nach mal wiederhergestellt werden. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Punkte. Ich begrenze mich auf einige wenige.



Durch das Seebad Zinnowitz …




.. und über Trassenheide erreichte ich ein Gedenkfriedhof.




Wenig später dieser Zeitzeugenbericht.





Der Radweg geht zum Teil über die Verladerampen hinüber und nicht daran vorbei.

Die Geschichte von …


Es stehen nur noch die 4 unteren Sockelbereiche.

Wie überall, wo Arbeitskräfte gebraucht wurden, gab es dies auch hier:





Nach weiterer Fahrt war Peenemünde, ganz im Norden der Insel, erreicht. Alte Fabriken und Schiffe begrüßten mich.



Hier ist die Peene schon sehr breit – die Mündung in die Ostsee ist fließend.

Landeinwärts ist sie dagegen noch schmal.

Auf der einen Seite die Peene hinter ihrem Deich und auf der anderen Seite kleine Seen.





Soweit dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte.
Diesen Wegweiser musste ich einfach mit in den Blog nehmen.

Am Seebad Karlshagen, auf der Peeneseite, gibt es auch wieder einen schönen Hafen.


Immer weiter unten am Deich war der ganz kleine Hafen von Zecherin erreicht.

Hier gibt es auch Platz für Wohnmobile. Nur mit der Versorgung und Entsorgung ist es sehr mager bestellt. Es gibt genau ein WC und eine Dusche und diese müssen sich Männer und Frauen auch noch teilen.
Nochmal einen Blick über abgeerntete Felder zum Peenestrom.

Die mächtige Klappbrücke – gebaut und gebraucht wurde diese, weil die Peenewerft landeinwärts liegt. Ich gehe davon aus, dass die Werft im Augenblick aber nicht mehr in Betrieb ist.



Auf dem Weg zu meinem Hotel kam ich hier vorbei ..

.. und dachte: „In welcher Ecke bin ich hier und wie sieht meine Pension aus?“.

Das Hotel sieht von aussen schon ganz gut aus und je weiter man nach innen kommt, wird es immer besser. Glück gehabt.
Anschließend den üblichen Gang durch die Stadt gemacht.















Auf der Strecke von Peenemünde habe ich mehrere Bäume mit diesen Bissspuren gesehen.

Der Biber ist hier aktiv.
Wenn die Worte von Helmut Kohl „von den blühenden Landschaften“ Wirklichkeit geworden sind, gilt dies in jedem Fall für die Insel Usedom. Und es wird immer noch weitergebaut und die Urlauber strömen nur so auf die Insel. Heute Morgen an den Bundesstraßen war ein derart starker Abreiseverkehr, wie ich ihn mir nur schwer vorstellen konnte. Und die erste Welle von anreisenden Gästen war schon um 10:00 Uhr ebenfalls schon unterwegs.
Soweit ist meine direkte Grenzreise auch beendet. Die letzten Tage in Richtung zu Hause werde ich nicht mehr jeden Tag beschreiben und online setzen. Je nach Lust und Laune gibt es eine Zusammenfassung der Tage. Morgen wird mein Ziel Stralsund sein und anschließend bleibe ich vier Tage auf Rügen.