Am 06.07.2024 habe ich vor den Deutschen Frottiermuseum in Groß Schönau gesessen. Gestern habe ich von der lieben Anne folgendes Bild bekommen.

Sie hat schon sehr lange ein Handtuch in Ihrem Besitz. Vielen Dank dafür.
Den schönsten Streckenabschnitt des Oder-Neiße-Radweges hatte ich schon gestern verlassen. Kurz nach der Regenpause in Mescherin änderte sich das Landschaftsbild. Die Oder und auch die Grenze zu Polen waren recht weit weg. An die Oder werde ich auch nicht mehr kommen. Dafür bin ich heute am Stettiner Haff angekommen. Die Ostsee ist nicht mehr weit entfernt.


Unter der A 11 durch …

.. war ich wieder in der von Landwirtschaft geprägten Region.

Die Strecke die ich mir ausgesucht hatte verlief immer mal wieder an diesen Punkten der alten Eisenbahnlinie vorbei.



1Die Grabkapelle von Battinsthal liegt sehr idyllisch ..

.. am Wegesrand. Ich war noch nicht lange unterwegs hatte ich in der nächsten kleinen Ortschaft Krackow mein erstes und letztes Gespräch am heutigen Tag. Klar, zwischendurch mal Hallo und Moin, aber sonst nix. Ich fuhr auf dem Gehweg, weil die Straße aus Kopfsteinpflaster bestand, und eine ältere Dame macht mir nett Platz. So kamen wir ins Gespräch. Sie stammte aus Hinterpommern und war als 6-Jährige mit Ihren Eltern in Richtung Westen geflüchtet. Zunächst bis Stettin und dann aber doch noch über die Oder gegangen und sind dann hier in diesem Ort untergebracht worden. Jetzt als 85-jährige lebt Sie immer noch hier und dreht jeden morgen Ihre kleine Runde durchs Dorf. Während des Gespräches kam noch eine weitere Person auf dem Fahrrad hinzu, auf dem Weg zum Friedhof, und fragte ob alles klar sei und wer ich denn wäre. Wir standen genau an der Stelle wo Sie damals, mit anderen Flüchtlingen, in einer kleinen Kaserne untergebracht wurden.

In den letzten Jahren verändert sich hier alles immer mehr. Die „Polen“ kaufen alles auf und machen dann nicht viel dran. Warum die alles kaufen ist Ihr nicht klar. Sie war noch sehr fit und fühlte sich im Großen und Ganzen hier auch ganz wohl.


Dann erzählte Sie mir noch die Geschichte der Straßenbegrenzung. Die auf der rechten Seite war erst gerade neu gemacht worden, weil Sie so zerfallen war, dass Sie nicht mehr zu retten war. Noch eine Runde um die Kirche ..

.. gedreht und weiter ging es nach diesem schönen Gespräch am Morgen. Hinter der Ortschaft hätte ich fast einen Wildunfall mit zwei Rehen gehabt. Sie haben mein Orangenfarbenes Shirt gesehen und haben noch die Kurve zurückgekriegt.
Über Hohenholz …


.. immer auf dem Radweg, an der Straße entlang, war die nächste Ortschaft Lebehn.



Hier wurde ich nacheinander einer dreiköpfigen Radgruppe, ich kann diese aus meinem Übernachtungsort, sehr zügig überholt. Die beiden meiner fuhren gerade aus, was ich auch wollte, und die Frau ist links abgebogen. Sie folgte dem Wegweiser des Oder-Neiße-Radweges. Nach einiger Zeit haben die beiden den Verlust wohl bemerkt und drehten um. Ich meinte dann nur Ihre Begleitung hat wohl den richtigen Weg genommen.
Ich hatte den Radweg mit dem Ziel verlassen wieder näher an die Grenze zu kommen und den ehemaligen Grenzbahnhof zu besichtigen. Ist mir leider nicht gelungen, da alle Wege nicht Radtauglich waren. Unterwegs noch diese Bilder gemacht.



Auf der Suche auch auf polnische Seite gefahren …

.. und in Koscino (Köstin) die Kirche entdeckt.

Musste leider den gleichen Weg wieder zurücknehmen, unterwegs traf ich noch den Polnischen Zoll. In dem Dorf Linken ging es für mich links ab. Radweg neben der B104 bis Bismark.


Ein Kreuz, Grabstein von 1856.

Über Hohenfelde ging es weiter nach Blankensee. Vorher war noch ein Badestelle ..

.. aber es zogen sich die Wolken vor die Sonne und es wurde sehr frisch. Leider daher kein Bad genommen und nur Mittagspause gemacht.
Eindrücke aus Blankensee.



Auf diesem privaten „Campingplatz“ muss gestern Nelia aus Hannover richtig nass geworden sein.


Kunstgemeinde 2013 …

… mit solchen Ideen.

Die Hölzer der Buchstaben sind rot angemalt worden und im Stapel einfach weiter nach hinten durchgeschoben worden.

Über Pampow und Grünhof mit einem zerfallen teil eines Gutshofes ..

.. Glashütte der nächste Ort. Wie schon der Name vermuten läßt ..

.. gab es hier einmal eine Glashütte.

Sehr unterschiedliche Häuser prägen den Ort.



Am Straßenrad stand ein Schild zu einer Beobachtungshütte am Martensches Bruch. Die 600 Meter nahm ich mit eine Klax und stand vor diesem Ausblick.

Im Hintergrund waren einige Enten und Gänse zusehen. Nur das Schwanenpärchen wart etwas besser zusehen.

Nochmals zu polnischen Grenze gefahren ..

.. weil dort diese Sage erzählt wird.


Hintersee war nun der vorletzte Ort vor Rieth, wo ich heute Nacht bin.



Ab Hintersee fuhr ich auf der ehemaligen Randower Kleinbahnstrecke. Könnte besser ausgebaut sein – aber es ging auch noch.



An der Stelle des letzten Bildes stand ein recht neues Schild zu einem Beobachtungsturm. Dieser war auch in meiner Karte eingezeichnet. Also wieder hin um dann dieses feststellen zu müssen.

Sehr ärgerlich aber noch ein Bild von unten gemacht.

In dieses Gebiet hätte ich reinschauen können.

Am Bahnhof Rieth …

… war meine Pension nur noch 500 Meter entfernt. Ich fuhr noch kurz durch das Dorf zur Heimatstube ..


… an schön hergerichteten Häusern ..

… an alten Opel Kadett`s vorbei ..

.. zur Kirche ..

… und an dem alten Einkaufsladen vorbei ..

…zur Pension Orchidee. Es sind wirklich sehr wenige Radfahrer/Urlauber im Moment hier unterwegs. So verwundert es mich auch nicht das ich heute Nacht ganz alleine sein werde. Ich werde aber bekocht und bekomme auch Frühstück.
Ich hätte morgen über das Haff mit der Fähre fahren können weil ich gerne den Ort Nowe Warpno (Neuwarp) ansehen wollte. Leider fährt die erste Fähre erst um 10:30 Uhr. Und das ist zu spät. Also heute noch nach dem Abendessen die 10 km und wieder zurück gefahren.













Der Ort machte einen ganz gepflegten und netten Eindruck. Es waren auch sehr viele Menschen dort noch unterwegs.


5 km der Strecke dorthin verlief auf einem neuen Radweg durch Wald. Die dunklen Wolken haben mich nicht erwischt.
Hallo lieber Helmut,
es war leider kein Opel Kadett, sondern ein Opel Rekord.
Grüße aus dem Pott, sendet dir Frank
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