Es war eine ruhige Nacht – so gegen 05:00 Uhr wurde ich von Kranichen geweckt. Gibt schlimmere Geräusche. Gestern Abend noch einige Bilder gemacht.



Auch den Sonnenaufgang um die Uhrzeit dann aufgenommen.

Vor dem Frühstück weitere Bilder der Ruhe und der Weite aufgenommen.


Und schon ging der nächste Radwandertag los.

Auch heute die Weite immer im Blick gehabt. Der Morgen begann mit schönem Sonnenschein ..

.. und mit schönen Blumen am Wegesrand.


Meine Begleiter waren an diesem Morgen nur die vielen Vögel, Störche am Horizont und die vielen Insekten. Von Radfahrern war nicht viel zu sehen. Die Schafherde war noch sehr eng beisammen.

Zwischen Güstebieser Loose und Gozdowice fährt eine Fähre. Einmal kurz hingefahren und dieses Kunstwerk gesehen. Von jeder Seite ergibt sich ein anderes Bild. Die Fähre war allerdings noch nicht in Betrieb.




Im Oderbruch gibt es an einigen Stellen größere, abgestorbene Bäume.


Bei Zollbrücke gibt es einen Deichdurchlass mit Angabe der Fluthöhen.


Ich bin also immer noch im Überschwemmungsbereich der Oder, wie mir auch später an einer Infotafel gezeigt wird.
Nette Fachwerkhäuser stehen hier auch.

Die Europabrücke Neurüdnitz – Siekierki war auch sehr schnell im Blick.





Die grünen Bereiche sind potenzielle Überschwemmungsbereiche.


Ab hier herrschte auch dann sehr reger Radfahrbetrieb. Diese Dohlen/Krähen saßen trotzdem sehr entspannt auf dem Baum.

In machen Bereichen konnte man so bis zu 4 km geradeaus fahren. Gut, dass der Radweg fast immer oben auf dem Deich war…

.. und man so immer wieder diese Blicke hatte.


In Neuglietzen ..

.. macht die Oder einen großen Bogen. Daher heißt diese Stelle auch „Krummer Ort“.
Mitten im Ort ein Storchennest.







Diese Beiden starteten noch einen Versuch mit Nachwuchs. Der erste Durchgang ist leider nicht gelungen, wie ich lesen musste.

Jetzt bin ich an der westlichsten Stelle von Polen angekommen.

Es ist die Brücke von Hohenwutzen nach Osinow Dolny (Niederwutzen).
Wenig später und kurz vor der Mündung des Oder-Havel Kanals in die Oder bin ich komplett von der Grenze zu Polen für heute weggefahren. Morgen komme ich zu der Stelle wieder. Mein Ziel war das Schiffshebewerk Niederfinow. Der nicht so schöne Radweg ging parallel zum Kanal. Hier hatte ich auch die erste Begegnung mit einem größeren Schiff. Bisher hatte ich auf der Oder nur kleine Angelboote gesehen.

Die Ortschaft Oderberg liegt hier sehr idyllisch.



Schon seit Frankfurt/Oder befinde ich mich nicht weiter als 60 km von Berlin entfernt. Dadurch ist mir bewusst geworden, wie weit im Osten die Hauptstadt liegt. Diese Ecke gehört schon zum ..

.. wie ich auf dem Schild lesen konnte. Hinter dem kleinen Ort Bralitz durchfährt man das Niederoderbruch. An mehreren Stellen gibt es noch Schöpfwerke. Eins der schönsten ist das bei der Ortschaft Liepe. Die Alte Finow wird hier entwässert.


Egal in welche Richtung man blickt, es sind immer Erhebungen im Hintergrund.

Über eine kleine Holzbrücke kommt man zum Finowkanal…

.. mit der Schleusenanlage. Sie soll noch für kleine Schiffe nutzbar und in Betrieb sein.

Und dann war das Highlight des Tages in Sicht.


Das alte Schiffshebewerk, gebaut von 1926 – 1934 ..

.. und das neue Schiffshebewerk. Dies wurde von 2008 bis 2022 gebaut.

Im Bilderrahmen sehr nett zusammengebracht.


Das alte Hebewerk wird noch für kleinere Schiffe und Ausflugsschiffe gebraucht.

So sieht die neue Schleuse von innen aus und während des Absenkens des Troges.






In einem Ausstellungsbereich habe nachfolgende Bilder gemacht.





Das alte ..

.. beim obenliegenden Kanal und das neue …

.. auch auf der gleichen Seite.
Die Ausflugsschiffe fahren fast immer im neuen hoch und im alten wieder runter.






Schöne Blicke zwischen den Schiffshebewerken.

Blick von neu auf alt ..

.. und schon geht es für das gleiche Schiff wieder 36 Meter runter.

Schließen will ich diesen Sonntagsblog mit den beiden Panoramabildern, die ich vom alten Schiffshebewerk aus gemacht habe.


An dieser Stelle hatte ich auch Ruhe und Muße an bestimme Leute zu denken.