11.07.2024 Bad Muskau – Guben


Wieder so ein Tag… Leicht bedeckter Himmel, aber trocken und sehr warm und die Strecke fast immer in der Neißenähe und heute überwiegend auf der Deichkrone. Es sollte auch der Tag der kaputten Brücken werden. So viele wie heute hatte ich noch nicht an einem Radfahrtag. Am Fürst-Pückler Park vorbei …

.. war ich auch schon draußen in der freien Landschaft.

Nach rund 5 km hatte ich die Grenze zwischen den Bundesländern Sachsen und Brandenburg erreicht.

Hier standen auch Infos zur Lausitzer Neiße.


An dieser Stelle trennt sich kurz die Neiße. Auf polnischer Seite gibt es diverse kleine Wasserkraftwerke, so wie hier. Daher an dieser Stelle so gut wie trocken. Die Neiße ist aber hier sonst schon ein richtiger breiter Fluss.

Die Brücke ist in Ordnung und wird auch wieder von der Polizei bewacht ..

.. wie neue Neißebrücke bei Zeits.

Die Nr. 333 ..

… habe ich gesehen.
Hier ein erstes Bild einer ehemaligen Brücke. Erklärungen gab es allerdings an keiner. Man kann es nur erahnen, dass alle kurz vor Kriegsende zerstört wurden, um den Feind aufzuhalten.


Manchmal nur Landschaft, wie oben im Bild und dann sieht man das Wasserkraftwerk Zasieke an der Neiße sehr gut.

Links die Neiße – Grünland – Deich mit Radweg – Grünland.

In der Stadt Forst muss es gestern kräftig geschüttet haben. Am Eingang zum Rosengarten sah es so aus. Ich habe den Rosengarten nicht besucht – dafür braucht man schon seine Zeit und vor allen Dingen auch Ruhe.

Eingang zum Rosengarten

Am Ende des Rosengartens findet man die verfallene Villa des Stadtbaurats Dr. Rudolf Kühn. Schon ein Schandfleck an dieser Stelle.

Rechts sieht es nur von dieser Seite besser aus.

Schon sehr lange stillgelegte Bahnstrecke nach Polen rüber.

Schicke Häuser am Neißeufer ..

… und die Seufzerbrücke auf deutscher Seite daneben…

.. und der polnischen Seite.

Die nächsten …

… defekte Brücke. Diesmal mit Kunst eines Bildhauers von der Zeche Zollverein.

Dem Anlass nicht entsprechend.

Bei diesem zerstörten Bauwerk ..

.. liegen die Reste noch immer im Wasser.

Einen kleinen Abstecher zur Ortschaft Sacro zur Kirche gemacht.

Ein sehr schlichter Raum…


Hier heute mein persönlich bestes Gespräch mit einem Orgelbauer geführt. Er kam aus Zittau und hat vor Jahren dort mal seine Visitenkarte hinterlegt. Jahre später bekam er einen Anruf und renoviert jetzt die Orgel. Sie soll, wenn alles passt, zum Weihnachtsfest 2024 fertig sein und im neuen Glanz traumhafte Töne von sich geben.
Blumenwiesen wo man auch hinschaut.

Der Weg zum Teil ganz in gelb eingerahmt.

Abstecher zum Ort Grießen mit der Wehrkirche..

.. und weiter zum Aussichtspunkt auf den Tagebau Jänischwalde. Im Verhältnis zu Garzweiler 2 ein kleines Loch.

Und es waren noch mehr, zum Teil nur noch ganz kleine Fragmente erhalten. Eine Neißebrücke aus dem Jahr 1999.

Blick auf die Ortschaft Schlagsdorf ..

…. und den alten Bahnhof. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es diesen Ort ebenfalls. Dort in der Grenzregion zur ehemaligen innerdeutschen Grenze und hier an der Grenze zu Polen.

Einfahrt nach Guben …

.. an einem Gewerbegebiet …

… und einer hübschen Wanddeko vorbei. Auf einem Stück von etwa 300 Metern liegt noch die alte Wärmeversorgung der Stadt Guben.

Bahnbrücke ohne Zwecks

Wasserkraftwerk zwischen den Städten Guben und Gubin auf polnischer Seite.

„In ihrer Geschichte war die Egelneiße kein natürliches Gewässer. Schon im Mittelalter (1449) diente sie als Umflutkanal in der Klostervorstadt, dessen Mauern vor Nässe geschützt werden sollten. In der Gründerzeit stand die industrielle Nutzung der Fabriken im Vordergrund. Noch heute ist die Egelneiße ein wichtiger Hochwasserableiter im Tal der Neiße. Vor dem Beginn der Sanierung des Gewässers war die Egelneiße ökologisch quasi tot. Die Betonplatten in der Sohle und zahlreiche, marode Uferbefestigungen beeinträchtigten den Flusslauf und sein Erscheinungsbild. “ (Aus Guben Online entnommen)

Jetzt schon fast im Zentrum der beiden Städte.

Nach dem Einchecken fertig gemacht für Stadtrundgang und Einkauf.

VEB Gubener Wolle

Neue Brücke im Park zwischen den Ortschaften. Also zuerst in Gubin gewesen.

Rathaus mit Kirchturm. Freute mich schon, diesen von innen zu sehen.

Daraus wurde aber nichts, wie ich nur wenige Meter später feststellen musste.

Ein netter alter Eiswagen in Gubin…

.. und wieder zurück zur Grenzbrücke.

Hier den Stadtrundgang in Guben fortgesetzt.

Die breiten Straßen in Brandenburg.
Kirche des guten Hirten.
Sieht auf dem Bild besser aus als in Wirklichkeit.

Diese Gewitterwolke zog vor dem Reweladen auf.

Nein, ich habe es nicht mehr geschafft und bin nass geworden. Nicht ganz extrem, weil ich eine Unterstellmöglichkeit bei einem Büro der Agentur für Arbeit wenig später erreicht habe.
Beschriftung der Treppe in der Pension zur Neiße.

Um Morgen nach Frankfurt/Oder zu kommen darf ich 80 km fahren. Wird also eine etwas längere Etappe.

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