Und schon ist Tag 3 meiner Reise fast rum. Leider blieb es in der Nacht in Wittenberg sehr schwül warm und entsprechend war die Nacht sehr unruhig. Habe aber die 88 km nach Mühlberg/Elbe geschafft.
Bis zur Mittagszeit war es auch immer etwas bewölkt und erst gegen 14:00 Uhr zeigte mein Tacho 34,2 Grad an.
Zuerst ging es über die Elbe ….


…. nach Pratau. Hier bin ich den Elberadweg gefahren, der bis Elster hier als Umleitungsstrecke bei Hochwasser geführt wird. In Wartenburg steht ein Denkmal gegenüber der Kirche. Es nennt sich Yorck-Denkmal.

Nach etwas mehr als einer Stunde stand ich an der Fähre Elster.


Kurz vor Elster mündet die „Schwarze Elster“ in die Elbe. Auch hier gab es gewaltige Hochwasser von Elbe und Elster, wie ich am Ortseingang von Listerfehrda sehen durfte.


Auf dem weiteren Weg nach Jessen durchfuhr ich das NSG Untere Schwarze Elster. Und der Weg war eine wahre Freude.

So ging es über fast 8 km ruhig durch den Wald. Gelegentlich hatte ich auch den Blick auf die Schwarze Elster.

Weiter ging es in Richtung Annaburg. Unweiter des Ortes gab es das Außenlager Annaburg des KZ Buchenwald. Dies entstand als Barackenlager am so genannten Weißen Berg, einem flachen Sandhügel. Er liegt zwischen Annaburg und Purzien im Altkreis Jessen, abseits der Straße Annaburg – Schweinitz. Hinweisschilder habe ich nicht gesehen.
Annaburg selber ist ein kleiner Ort mit Einkaufsmöglichkeiten und einem Schloss.



Hinter Annaburg gibt es ein militärisches Speergebiet. Laut meiner Karte und auch Google Maps konnte man einen Weg befahren. Habe ich dann auch gemacht. Nach rund 7 km traf ich zwei Förster, die mich nett darauf hinwiesen, dass ich hier überhaupt nicht fahren dürfte. So musste ich dann an dieser Stelle meine geplante Route verlassen. Aber erst einmal noch 5 km durchs Speergebiet, um auf meine neue Strecke zu kommen. Jetzt blieb mir nur über die Dörfer und an riesigen landwirtschaftlichen Flächen vorbei zuradeln. Ganz in der Nähe treffen die drei Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf einander.


Der nächste kleine Ort war Rosenfeld. Hier wurde Mittagspause unweit der Kirche eingelegt.


Auch in den weiteren kleinen Dörfern gibt es große Unterschiede in der Bausubstanz.

Hier ist die Zeit wirklich stehen geblieben. An Horsten von Störchen ..

.. und alten Windmühlen vorbei …

.. war ich jetzt wieder auf der geplanten Strecke angekommen. In der kleinen Ortschaft
Martinskirchen gibt es ein Barockschloss. Wird gerade saniert.



Nicht, dass hier schon mit der Ernte begonnen wird. Nein – das Stroh liegt schon zu Ballen gepresst auf dem Feld.

Und wenig später war ich in Mühlberg – ohne Regen – angekommen. Trotz des Missgeschicks im Wald von Annaburg sind es insgesamt nur 2 km mehr geworden als geplant.
In Mühlberg wollte ich Leute besuchen, die ich selber nicht kenne. Eine Tante von mir hatte viel Schriftverkehr mit einer Familie aus dem Ort. Ich habe die Nachfahren angetroffen – aber keiner konnte sich an die Tante erinnern. Schade, dadurch war es ein sehr kurzes Gespräch. Aus dem Nachlass gibt es alte Bilder um 1970 herum. Die Orte der Bilder habe ich heute besucht.
Zum Ersten das Heimatmuseum ..


.. und zum Zweiten eine Ansicht des Wohnhauses mit Kirche im Hintergrund.



Beim Stadtrundgang sind nachfolgende Aufnahmen gemacht worden.

Ein lebendiges Kloster – also bewohnt.



Hier probte das Polizeiorchester aus Brandenburg für eine Aufführung heute Abend.













Renoviert und unrenoviert steht hier direkt nebeneinander. Wobei es in Mühlberg schon viele alte und verlassene Häuser zu finden sind…
Auch hier im Ort brütet ein Storchenpaar.

Der Innenhof der Pension ist ein Traum.


Hier gab es auch Abendessen in Gesellschaft. 4 Männer auf Radtour von Dresden nach Magdeburg. Den Gepäcktransport übernehmen die Eltern von einem der vier Männer. So hatte ich heute nette Gesellschaft und auch kleine Gespräche.
Der Künstler von dem Bild gestern hat es übrigens „Warten auf Grün“ genannt.