20.0.7.2023 Rübenau -Seiffen im Erzgebirge

Hallo zusammen, der vorletzte Bericht aus dem Kurort Seiffen im Erzgebirge.

Beim Abendbrot gestern ergab sich ein Gespräch mit einem Pärchen aus Hamburg/Buchholz in der Nordheide und dem Besitzer Erik. Erik kommt aus der Nähe von Arnheim und hat sich hier einen kleinen Traum erfüllt. Im Sep. 2017 ist er und seine Frau hier hingezogen. Die Firma mit 25 Angestellten hat er verkauft und eigentlich wollte er nach Sizilien. Da wollte seine Frau aber nicht hin. So hat bei Immobilienscout 24 was gesucht und hier in Rübenau gefunden. Die alte Bauerstelle hat er komplett saniert und dann ergab es sich, dass Leute bei Ihm übernachten wollten. Dadurch ist die kleine Pension entstanden und Erik fühlt sich als Gastgeber sau wohl. Die beiden anderen wandern auf dem Kammweg – morgen ist aber die Woche Urlaub vorbei.

Nach dem Frühstück, dass Pärchen war schon weg, haben wir uns über meine Radtour unterhalten. Es war noch nicht schön und durch den Regen in der Nacht nur 12,5 Grad draußen. Er hat mir dann den Tipp gegeben ich sollte auf Tschechischer Seite am Bach Netzschung fahren und nicht auf der Straße.

Gegen 09:45, so spät bin ich noch nie losgefahren, machte ich mich auf den vorletzten Tripp.

Die Garage will Erik auch im abbauen.

Zuerst ging es kurz in Richtung Kalek …

.. um dann sofort nach Grenzübertritt an dem kleinen Bach anzukommen. Der kleine Weg war bei mir nicht als Radweg eingetragen. Er war gut zufahren und vorbei an zwei Firmen die dort Brennholz trocken (auf deutsche Seite) …

… blieb der Bach immer vom Weg. Unterwegs hatte ich größere Felsen als Wegbegleiter.

An mehreren Felsen hingen über dem Wasser solche Nistkästen. Ich denke gedacht für die Wasseramsel.

Hindernisse blockierten diesmal meinen Radweg.

An drei Stellen haben die Brandauer Heimatfreunde kleine Infos angebracht. In diesem Bereich standen früher Gebäude.

Die mit der Nr. 8 gekennzeichnete Straße gibt es heute noch. Ein paar Restmauer, eins der Häuser, sind noch zuerkennen.

Platten vom Eingangsbereich??

Wenig später musste ich auf die deutsche Seite wechseln ..

… weil es einen Hinweis auf eine gesperrte Brücke gab. Die Straße war wenig befahren und ich fuhr in den Ort Rothenthal.

Hier musste ich kurz anhalten, weil es leicht tröpfelte. In den Augenblick kam der fahrende Bäcker und ich konnte mir etwas Süßes für die kleine Mittagsmahlzeit besorgen.

Die Zeit ist hier stehen geblieben – auf der einen Seite auch schön!?

In der Zwischenzeit war es aber schon….

…. Grad warm geworden.

Die Kirche von Oberneuschönberg konnte ich zuerst sehen ..

.. , mein Ziel war …

Etwas außerhalb gelegen – der notwendige Teich für Wasser.

Was für eine hübsche Dacheindeckung.

Den Parkplatz an der Saigerhütte ist nett mit Blumen gestaltet worden.

Auf der einen Seite noch etwas blauer Himmel ..

… und von der anderen Seite zog es dunkel auf.

Auf meinem Weg blieb es trocken.

Am Grenzübergang hatte ich mit 475 Meter die niedrigste Stelle heute. Über Brandov (Brandau) ging es nach Hora Sv. Kateriny (St. Katharinaberg). Dort steht auf einmal ein Eisenbahnwaggon.

Ob hier jemals Züge gefahren sind – kann ich nicht beantworten. Es gibt ein Unterdorf und ein Oberdorf. Das Unterdorf liegt schon auf einer Höhe von 605 Meter. Auf dem Weg ins Oberdorf einen Blick zurück ins Tal, wo ich kurz vorher noch war.

Dann war ich oben auf 690 Meter -ich musste schieben – die Strecke war 700 Meter lang – und ich war am Marktplatz mit Schule, Kirche.

Zwei Häuser passten überhaupt nicht in diesem Ambiente, eins davon habe ich aufgenommen.

Was mich immer wieder positiv überrascht hat, ist die gute Ausschilderung. Daher kann ich sehr gut auf Tschechischer Seite fahren. So wie auch heute zu rund 80 %.

Auf der anderen Seite kommt Deutschkatharinenberg ins Blickfeld ..

… und wenig später die ersten Häuser von Deutschneudorf..

.. und der Grenzübergang.

Der Radweg Nr. 23 führte jetzt auf einer ganz ruhigen Straße nach Mnisek (Einsiedel) und von dort zurück nach Deutschland in den Ort ..

An Hand der Ortsnamen kann man nur erahnen wie es vor der Vertreibung der Deutschen 1945 hier gewesen sein muss. Begrüßt wurde ich wie es im Erzgebirge so üblich ist.

Im Okt. 1903 wurde der erste Spatenstich für diese Kirche gelegt.

Von hier waren nur noch 4 km zum Hotel.  Begrüßt wurde ich mit den Worten „Sie kommen aber auf Ihren Touren schon weit rum.“ Der Chef des Hauses, es macht einen sehr netten Eindruck, hatte sich den Blog angeschaut. Sehr schön, dass es Gastgeber gibt die so etwas machen.

Nach der Anreise wollte ich noch in den Kurort Seiffen/Erz. der rund 2 km entfernt liegt. Leider fing es dann kräftig an zu Regnen und so schaffte ich es erst gegen 16:00 Uhr. Der Ort ist ganz hübsch – aber nur ausgelegt auf Kommerz mit Weihnachtsfiguren etc. Ein paar Eindrücke auf den nächsten Bildern.

Ein Wasserspiel!
In 157 Tagen ist schon wieder Heilig Abend!

Leider hatte die Bergmannskirche schon geschlossen.

Blick ins Gelände des Freilichtmuseums gegenüber vom Hotel.

„Meine“ Unterkunft von außen …

… und ein Blick in den Gastraum, wie es sich gehört alles in weihnachtlicher Deko.

Für Gäste mit Halbpension gab es Reibekuchen mit Buttermilch zubereitet und Apfelmus als Vorspeise. Als Hauptgericht wählte ich das Bauerfrühstück und die Quarkspeise mit Schokoladenstücken gab es als Nachtisch. Alles vorzüglich und die Deko aus dem Erzgebirge hat nicht gestört. Es lief auch keine Weihnachtsmusik im Hintergrund. Ich habe/durfte so einige Hotels/Pension kennengelernt. Ich stelle keine Rangfolge auf, aber unter den ersten Plätzen wäre es in jeden Fall. Vielen Dank an die Fam. Krallert.

Den folgenden Spruch stand an einem der Häuser der Saigerhütte.

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