War schon gut, dass heute nur eine kurze Strecke auf dem Programm stand. Die 700 Höhenmeter, so wie etwa jeden Tag, waren heute dadurch nur auf eine sehr kurze Strecke verteilt.
Beim Frühstück traf ich wieder die beiden Herren. Es ergab sich, dass ich etwas erzählte, dass ich gestern `verschwiegen‘ hatte. Und zwar, dass ich Leiter der JH-Kiel war. Darauf hin der Herr aus Leipzig:“ Da hat er schon mit seiner Frau auch übernachtet!“ Leider konnte er sich überhaupt nicht mehr an das Jahr erinnern.
Netter Zufall.
Auf dem Weg zur Route wurde ich von einem Radfahrer mit Gepäck, Bioantrieb, überholt. Beim Denkmal für die getöteten Soldaten der beiden Weltkriege sind wir ins Gespräch gekommen.

Er wohnt zwar in Deutschland ist aber Pole. Dort wollte er auch mit dem Rad hin und alte Freunde treffen. Woher er gekommen ist und welche Strecke er fährt, ergab sich leider im Gespräch als Thema nicht mehr. Er hatte keine Zeit. Dabei wären die nächsten km mit Sicherheit die gleichen gewesen.

Der Radweg lief oben auf der Höhe und von hier konnte ich den Grenzübergang der B20 erkennen.

Und nur kurz später war ich auch wieder in der Tschechischen Republik.


Prag ist auch schon ausgeschildert und kurz hinter der Grenze kam eine Grenzskulptur.



Da es für mich stetig bergan ging, konnte ich diese Erinnerungsstätte sehen. Bergab wäre ich daran vorbeigefahren. Da wird man selber daran erinnert, wie vorsichtig man auch bergab fahren sollte.

Maximilian Nagel ist hier am 04.08.2008 tödlich mit seinem Rad verunglückt.
Nur selten gab es solche Ausblicke. Der Weg blieb im Wald und war dadurch sehr kühl auf ca. 1000 Meter über dem Meeresspiegel.

Der Weg herunter zum Grenzübergang war schon sehr spannend. Fast wäre ich abgestiegen. Aber ich wollte vor dem Gewitter dort sein und hatte die Hoffnung, dass dort eine Unterstellmöglichkeit gibt.

Und es gab ein Schutzhäuschen direkt an der Grenze.


Es donnerte zwar sehr kräftig – aber der große Regen ist ausgeblieben und nach einer guten Stunde kam auch die Sonne wieder zum Vorschein.

Auf dem Stück runter nach Waldmünchen fährt man an seltsamen Wesen vorbei….


… und an Buchen hängen christliche Bilder.

Hier oben im Wald gibt es auch einen Lehrpfad, der einen zu alten historischen Stätten führt. Auf meinem Weg lag nur diese Station.

Hermann Schrötter …

… hatte schon eine nette Idee.


Ein wundervoller Platz, an dem Kinder auch im Wasser spielen dürfen. Nur der Gang zum Wasserrad ist wegen der Unfallgefahr nicht gestattet.
Wie viel Glück ich heute hatte! Es standen sehr viele Autos am Wegesrand und dort musste ich anhalten und parkte mein Rad am Rand des Weges.
Die Herren dort bauten einen Kohlemeiler auf und waren erst bei der Grundstruktur angekommen. Dies hatte ich auch noch nicht gesehen.


Bin ins Gespräch gekommen und mir wurde erklärt, was so die nächsten Schritte sind. Angezündet wird er am 14.07.23 und ich wurde dazu eingeladen. Jedenfalls meinte ich da wäre ich mit dem Rad schon in Bad Elster und der Weg zurück wäre etwas weit. Dann soll ich im nächsten Jahr kommen.
Unser Gespräch wurde dadurch unterbrochen, dass mehrere Autos der Bayrischen Forstverwaltung auftauchen und nicht weiterfahren konnten. Mein Fahrrad stand im Weg. Jedenfalls sind jede Menge Auszubildende ausgestiegen. Sie sollten lernen, wie eine Kohlemeiler aufgebaut wird. Jetzt war mir dort zu viel Trubel und ich fuhr meinem Ziel Waldmünchen entgegen.


Neben dem Marktplatz gibt es Markierungen wie weit es zu den verschiedenen Orten ist. Die habe ich mir für meine beiden Bilder herausgenommen.


Kann es fast nicht glauben, dass es bis Hamburg nur 502 km sein sollen.





Mit dem Bild der Kirche und dem Altar will ich heute den Text schließen.