07.07.2023 Altreichenau – Mauth

Das sind ja wunderbare Aufnahmen! Ich sehe, Du hast eine schöne Zeit! Herzliche
Grüße, Frank

Vielen Dank für Deine Nachricht Frank und weiterhin viel Spaß beim Lesen.
Die Grenze zu Österreich liegt jetzt schon hinter mit und das Fahrradfahren an der
Tschechischen Grenze geht los. Immerhin war es auch einmal eine schwer gesicherte
Grenze bis 1989. Mal sehen welche Spuren noch sichtbar sind.
Auch heute wieder viel Glück mit dem Wetter gehabt.

Die ersten km ging es auf der alten Bahntrasse vorbei an Frauenberg …

Und wieder an vielen Blumen vorbei…

… bis nach Haidmühle.
Unterwegs öffnete sich dann der dichte Wald und machte Platz für große
Wiesenflächen.


Hier in Haidmühle sah ich auch die ersten Infotafeln zur alten Bahnstrecke.

Der Blick in die Kirche war sehr lohnenswert.

Da ich heute mir viel Zeit eingeplant hatte, konnte ich den ersten Abstecher zum Grenzübergang Nové Údoli machen.

Der Weg dorthin.

Über die alte Grenzbrücke ging es rüber.

Auf tschechischer Seite ist er gut touristisch erschlossen. Selbst eine aktive
Bahnverbindung gibt es hier.

Die alten Bahnschienen nach Deutschland rüber hat man einfach liegen gelassen.

Am Ortsende fuhr ich an die …

.. vorbei. Heute erinnern zum Glück nur noch einige Pfähle und Grenzsteine an die
geschlossene Grenze. Auch hier war die Grenze mit Wachhäuschen und Zaun
gesichert. So erzählte es mir eine Frau in Auerbergsreuth, die ich einfach
angesprochen habe. Sonst war niemand in den Dörfern zunächst zu sehen.

In den nächsten Tagen wird mich dieser Weg …

… wieder häufiger begleiten. Er war schon 2020 meine grobe Richtung bei der
Radreise entlang der innerdeutschen Grenze. Heute fuhr ich nur ein kleines Stück –
ich wollte zu Anfang auf deutscher Seite fahren.
Und immer wieder wunderschöne Ausblicke, da der Weg am Hang mehr oder weniger
auf gleicher Höhe verlief.


Es ging auch über schmale Pfade zum nächsten Grenzübergang.

Der Grenzübergang „Steinerne Brücke“ ..

… kann nur von Radfahren und Fußgänger genutzt werden.

In diesem Bereich war auch ein kleines Hochmoorgebiet und wieder viele Blumen.

Auf dem Weg nach Philippsreuth kam ich an dieser Stelle vorbei.

Die drei Soldaten sind hier am 04.02.1983 verunglückt. Da es sehr kalt war, haben sie den Motor laufen lassen und sind dann an einer Abgasvergiftung gestorben.

Die Kirche von Philippsreuth – ganz anders gebaut.

Über Vorderfirmiansreuth – Mittelfirmiansreuth und Hinterfirmiansreuth ging es mal
rauf und runter, aber wie zuvor …

Die Dörfer haben auch zum Teil größere Skigebiete. Habe ich noch nie etwas von
gehört.

Am Ortende von Mittelfirmiansreuth gibt es eine sehr hübsche Hütte. Ich hatte meine Pause leider etwas vorher gemacht.

Der Ort Schmelz verfolgt mich. An dieser Stelle wäre der direkte Weg nach Mauth 8
km gewesen. Ich habe einen großen Bogen gemacht und war 24 km unterwegs und
habe die herrliche Landschaft genießen dürfen.

Sehr schöne und neue Wegebeschilderung ..

.. und nun bin ich auch im …

… angekommen.
Über einen leicht ansteigenden Waldweg erreichte ich die Hammerklause mit einem
kleinen Teich. Durch das Moorwasser ist der Teich etwas braun gefärbt.

Fotofallen haben hier eine Berechtigung – ich bin im Nationalpark und die Ranger wollen wissen welche Tier hier unterwegs sind.

Der weitere Weg zum nächsten Grenzübergang lief in Nachbarschaft des
Grenzbaches.

Weiter oben und noch nicht so breit.

Bei der Ortschaft Bischofsreut ergab sich ein kurzes Gespräch mit zwei Bewohnern.
Die ältere Dame hatte gerade Gras mit der Sense geschnitten und harkte es
zusammen und der Nachbar war zufällig dabei. Mit dem Wegfall der Grenze hätte
sich nicht viel verändert. Es kommen nur mehr Radfahrer als früher hier vorbei. Mit
den E-Biks wäre es noch schlimmer geworden. Aber auf der anderen Seite gab es
auch keinen Ort zu dem Sie Verbindung gehabt hätten. Es ist jetzt schon schöner –
der Zaun ist weg und ein anderes Gefühl. Früher als Kind, erzählte der Mann, sind sie
immer bis zur Brücke gegangen und haben es nicht gewagt mal drüber zu gehen. Die
Eltern hätten gesagt, dass sie sonst verhaften werden. So einen halben Schritt wurde doch riskiert, es war nicht so dramatisch wie die Grenze zur DDR.

Jetzt ging es doch merklich mehr nach oben, um nach einiger Zeit auf die Straße von
Finsterau zum Grenzübergang zu kommen. Auch hier noch weiter bergan.

Auch hier wieder Natur pur.

Der Grenzübergang liegt auf …


.. Höhe. Der Übernachtungsort liegt 350 Meter tiefer. Aber morgen muss ich hier
wieder hin. Heute war es dann eine laaaange Abfahrt.

Finsterau
Dort ins Tal ging es weiter in einem großen Bogen nach links.

Vorbei an einer weitern Moorlandschaft/Feuchtgebiet ..

.. war Mauth mit dem Hotel schnell und schön erreicht.

Sehr nette weibliche Bedienung….

Ein Bild aus Mauth.

Falls die Beerdigung langweilig ist – die Aussicht stimmt.

Was es nicht alles gibt.

Morgen werde ich dann von hier aus mit dem Bus zum Grenzübergang fahren. Die ersten 350 Höhenmeter spare ich mir so. Anschließend geht es die ganze Zeit auf Tschechischere Seite für mich weiter. Ich werde den Radwanderweg Nr. 13 nutzen. Und der geht die ganze Zeit rauf und runter durch den Wald. Und ich glaube dann wird es mir zuviel.

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