02.07.2023 Berchtesgaden – Oberndorf (A)

Ihr hattet hoffentlich alle einen schönen Sonntag.
Meiner fing leider mit Regen an – allerdings das erste Mal während dieser Tour. Und es sollte laut Wetterbericht auch erst gegen 14:00 Uhr besser werden. Das war leider viel zu spät, um in Berchtesgaden dann erst zu starten. Auch wenn die Strecke keine 50 km hatte, wollte ich mir doch viel Zeit für Salzburg nehmen.
Also komplette Regensachen ausgepackt, Gepäcktaschen und mich selber eingepackt und losgefahren. Über Unterau und immer an der Berchtesgadener Ache vorbei ging es nach Marktschellenberg. Es war trotz Regen – soviel ich erkennen konnte – ein sehr schönes Tal.
Zwischendurch wird der Fluss immer wieder für kleinere Wasserkraftwerke angestaut. Daher fließt sie an einigen Stellen sehr gemütlich dahin und zwischen den Staustufen doch recht wild. Wenig später war ich dann für den restlichen Streckenverlauf bis zur Unterkunft im Hoheitsgebiet von Österreich.
Hinter der Grenze wird aus der Berchtesgadener Ache die Königsseerache. Bei der Ortschaft St. Leonhard nieselte es nur leicht und es zeigten sich andere Leute. So konnte ich den verstecken und nicht ausgeschilderten Radweg finden und diesen bis zur Salzach fahren. Bei Sonnenschein muss der Weg von Berchtesgaden runter zur Salzach ein Traum sein.
Hier erreichte ich den Tauernradweg, der entlang der Salzach auf beiden Seiten der Salzach ausgeschildert ist. Trotz des schlechten Wetters war hier aber auf einmal die Hölle los. Ich habe aufgehört die Radwanderer zu zählen. Geradeaus und weiterhin feucht ging es nach Salzburg rein. Bei der Einfahrt hörte es auch für eine Stunde auf mit dem Regen und ich konnte wenigstes etwas von Salzburg sehen. Leider habe ich keine vernünftige, abschließbare Fahrradgarage gefunden. Daher musste ich immer das Rad im Auge behalten. Es mit komplettem Gepäck einfach so stehen zu lassen
war mir doch nicht ganz so geheuer.



Die Festung Hohensalzburg habe ich als erstes gesehen. Bevor es in die Innenstadt ging, habe ich sicherheitshalber schon einmal Bilder gemacht.

Kurz vor dem Mozartplatz …

…. hatte ich die erste Pferdekutsche im Bild.
Bilder vom Mozartplatz:

Nahtlos geht es rüber zum Residenzplatz.

Vorbei an der Goldgasse …

…. kurz ins DomQuartier von Salzburg.

Um 11:00 hörte ich das berühmte Glockenspiel vom Salzburg Museum.

Vor dem Dom wurde gerade die Bühne für die Salzburger Festspiele aufgebaut und dadurch hatte ich keinen schönen Blick.

An der Universität mit den schönen Seitenstraßen vorbei ging es zum Geburtshaus von Mozart.

Von hier aus hatte ich schon den ersten Blick auf den gewaltigen Mönchsberg.

Auf dem Boden sind interessante Markierungen aufgebracht.

Der Mönchsberg mit dem Straßentunnel.,

Wohnungen/Bebauung direkt an der Felswand.

Wieder zurück zur Salzach ..

Über den Marko-Feingold-Steg (früher Makart Steg) ging es auf die andere Seite der Stadt.
Mit dem Namen soll das Leben und Wirken des 2019 verstorbenen langjährigen
Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburgs und Holocaust-
Überlebenden Marko Feingold gewürdigt werden.
Heute wird die Brücke auch für Liebesschlösser genutzt.

Nochmal einen Blick zur Festung hinauf.

Eine gute Stunde habe ich dann bei 14 Grad unter der Brücke gestanden und mir wurde langsam auch kalt. Daran änderten auch die netten Gespräche mit einem Ehepaar aus Neumünster und später zwei Männern aus Nürnberg nichts. Das Ehepaar war heute aus Berchtesgaden – dort wohnen sie im Hotel Vierjahreszeiten – mit dem Bus nach Salzburg als Tagesausflug gekommen.
Trotz Nieselregens bin ich weitergefahren. Noch kurz ein Panoramabild gemacht.

Auch die Salzach wird regelmäßig angestaut und wie bei der Berchtesgadener Aach mit unterschiedlichen Strömungen.

Damit es jeder weiß, steht es hier rot auf weiss.

Vor Oberndorf gibt es ein neu gestaltetes Naturschutzgebiet.

Jetzt kam auch, zwar noch sehr zögerlich, die Sonne raus und die Temperatur stieg auf angenehme 22,5 Grad. Von Oberndorf zum Kellerwirt waren es nur noch wenige Minuten. Vorher kommt man an der Wallfahrtkirche Maria Bühel vorbei.

Hier war es dann sehr schön und auch die Landschaft strahlte.

Neben der Kirche haben die ‚von Auersperg‘ ihre Grabstätten.

Da die Wirtin heute erst gegen 18:00 Uhr wieder vor Ort war, erhielt ich per Telefon meine Zimmernummer. Es ist ein einfacher Gasthof – etwas in die Jahre gekommen – aber ganz herzlich.
Und der Teich sieht fast wie bei mir zu Hause aus.

Nur die hübsche Figur fehlt mir.

Und wie es der Zufall will, sind Michael und Gudula drei Stunden nach mir auch in Salzburg und haben wir ein schönes Bild gesendet. Da haben wir uns wohl leider um nur ein paar Stunden verfehlt.

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