30.06.2023 Berchtesgaden

Den heutigen Tag habe ich als ganz normaler Tourist verbracht. Gestern hatte ich mir für 10:10 Uhr online eine Führung im Salzbergwerk gebucht. Fotografieren ist während der Führung nicht erlaubt. Daher nur einige Daten zum Salzbergwerk.

Gründung 1517 durch den Fürstprobst Gregor Rainer. Die hier erzeugte Sole wird zur Saline Schellenberg geleitet, ab 1564 übernimmt die Saline Frauenreuth in Berchtesgaden.

Georg von Reichenbach erhält von König Max 1816 den Auftrag eine Soleleitung nach Bad Reichenhall zu bauen. Am 22.12. 1817 fließt die erste Sole in hölzernen „Deicheln“ nach Bad Reichenhall. An einigen dieser Holzrohren bin ich gestern vorbeigefahren. Mit der sogenannten Reichenbachpumpe konnte der Höhenunterschied von 356 Meter bergauf überwunden werden. Insgesamt betrug die Länge der Soleleitung 29 km. Diese blieb bis zum 19.02.1827 ununterbrochen in Betrieb.

Das Salzbergwerk in Berchtesgaden besteht jetzt also über 500 Jahre.

Kurz zu Fuß zurück zum Hotel und dann zum nächsten Touristen Punkt. Es ging mit dem Rad durch den Ort zum Königssee.

Eine schöne Radstrecke die zu diesem frühen Zeitpunkt auch noch nicht stark befahren wurde. Als Begleiter hatte ich immer die Königsseer Ache neben mir zur rechten Seite.

Und nach gut einer halben Stunde war ich dort.

Selbstverständlich bin ich auch mit dem Boot bis nach St. Bartholomä. Ich hatte Glück – mein Boot war nicht sehr voll und ich konnte die Fahrt in Ruhe genießen.

Dass Wasser fließt leider etwas nach links!

Um das Fährunglück, daher steht an der Falkensteiner Wand ein rotes Kreuz,

gibt es unterschiedliche Ansichten. Es war das größte Unglück, das den Königssee jemals heimgesucht hat: Der Schiffsuntergang vom 23. August 1688. Angeblich zerschellte das Schiff mit 70 Wallfahrern im Sturm an einer Felswand. Aber hat sich das wirklich so zugetragen?

Der Ort des Geschehens: Keineswegs die Falkensteiner Wand, wie es die Legende behauptet. Sondern das Ufer gegenüber von St. Bartholomä, das so genannte Reitl. Die Wassertiefe: Gerade mal zwei bis drei Meter. Und die Unglücksursache: eine Mischung aus Leichtsinn, Übermut und grober Fahrlässigkeit.

Die liegende Hexe!

Dann passierte dass wovon alle nur schwärmen: Dass Echo vom Königssee wurde uns dargeboten.

Ich muss schon zugebe. Es war schon ein nettes Erlebnis dieses saubere Echo der Trompete zuhören.

Weiter ging die Fahrt und die Kirche St. Bartholomä tauchte langsam auf.

Hier war für mich Endstation und habe mir kurz die Wallfahrtskirche von 1697 mit dem roten Kuppeldach und weißen Stuckarbeiten von Ihnen angesehen.

Mit der Rückfahrt dauerte es etwas. Auf einmal wollten alle wieder los und ich kam erst mit dem dritten Schiff weg.

Da ich hinter Kabine des Kapitäns saß hatte ich auch immer einen Blick im Rückspiegel. Hier sogar mit Schiff auf dem Weg zur Kirche.

Den gleichen Radweg wieder zurück, vorbei an der Triftbrücke ging es zum Hotel.

Hier angekommen hatte ich nur noch diesen Blick aus dem Hotelzimmer.

Bin aber trocken zum Hotel gekommen. Jetzt ist es wieder trocken. Nur die Wolken hängen noch etwas tief. Gleich geht`s zum Essen wieder runter.

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