In der Nacht hatte es geregnet und sich deutlich abgekühlt. Die Sonne kam erst ganz am Ende in
Kiefersfelden durch die Wolken. Also ein etwas bedeckter Tag – er hatte trotzdem seine Reize.
Es standen so einige Anstiege an, sodass am Ende rund 800 Höhenmeter bewältigt wurden.
Nachfolgende Ort lagen somit an meiner Strecke.
Ostin – Hausham – Schliersee – Josefsthal – Stauden – Geitau – Bayrisch Zell – Landl (A) –Hinterthiersee (A) – Thiersee (A) – Kufstein (A) – Kiefersfelden.
Es war wieder eine landschaftlich reizvolle Strecke auf Radwegen, zum Teil mit Split und auch wieder
direkt auf der Straße. Die Topografie des Geländes lässt es nicht immer zu überall noch einen Radweg
zu bauen.

Der Konflikt zwischen Mensch und Wildtier!

Immer wieder liegen einsame Höfe zwischen den Wiesen.

Ein schwarzer Marienkäfer – hatte ich bisher noch nicht gesehen.

Hier steht zum Glück eine Bank. Von beiden Seiten ging es zu diesem Punkt stark bergan. Schon nach 7 km brauchte ich die Pause.

In den Bergen hing immer noch der Nebel und es klarte wie geschrieben nicht auf.

Der kleine Schliersee mit dem gleichnamigen Ort war doch schnell erreicht.



Die kleinen Kapellen sind alle verschlossen. Reinschauen kann man nur zum Teil durch kleine Fenster.

Ich bewegte mich jetzt in dem Gebiet der „Roten Wand“ am Mangfallgebirge.




Den Ort Bayrisch Zell habe ich mir etwas näher angeschaut. Hier gab es nicht so gewaltige Bauerhöfe wie in anderen Orten. Dafür eine nette Kirche.



Mitten im Dorf eine mächtige Linde.


Vorbei an dem ausgetrockneten Flussbett des Sillbaches nochmals Bayrisch Zell.

Wenig später eine Kneippanlage im Schreierbach. Dieser mündet in den Sillbach und die kleine Wassermenge versickert sofort im Boden.


Am Wasserfall hat der Bach auch noch etwas Wasser. Aber auch hier das gleiche Spiel…

….. wenig später ist alles verschwunden
Am „Ursprungpass“ stehen auch noch die alten Zollhäuser.



Der erste Ort auf der österreichischen Seite war Landl. Diesen erreichte nach einer längeren Abfahrt.

Hier fallen einem auch wieder die großen Gasthöfe und die Kirche sofort ins Auge.






Hier konnte ich mich entscheiden weiter auf der Hauptstraße zu bleiben oder die etwas längere Strecke über die Dörfer zu nehmen. Ich entschied mich für die Variante Dörfer trotz folgenden Hinweises:

Das sollte nur der Anfang sein.

Runde 500 Meter der insgesamten 2 km habe ich geschoben. Aber dadurch ergab sich ein Bild, welches ich sonst nicht gemacht hätte. Pferde mit kleinen Glöckchen.

Hinter der Ortschaft Hinterthiersee ging es wieder sofort 200 Meter bergab bis Thiersee.


Am See konnte ich wieder überlegen…..


….. Straße oder durch den Wald nach Kufstein. Hier wurde ich netterweise von zwei Frauen angesprochen, ob sie mir helfen könnten. Sie meinten der Waldweg ist sehr steil und auch runter jeweils nur Schotter als Untergrund. Damit war die Entscheidung gefallen und in wilder Fahrt gign es runter nach Kufstein am Inn. Die nächsten 200 m auf 5 km runter.
Kurz vor Kufstein konnte ich die Mittelalterliche Festung Kufstein erblicken.

Später stand ich dann am Inntalrad. Ich bin erstaunt wieviel Wasser der Inn hat – da die kleinen Bäche unterwegs ja fast alle leer waren. Aber der Inn hat wohl auch ein anderes Einzugsgebiet.


Zwischen Straße, Schiene, Radweg, Inn und der Autobahn war Kiefersfelden schnell erreicht. Neben dem gerade völlig neu renoviertem Hotel gibt es ein kleines Wasserkraftwerk.


Die Außenmauern des Hotels sind geblieben. Ein Aufzug wurde angebaut und an einer Seite mit Sonnenkollektoren verkleidet.

Und schon ist der vierte volle Radfahrtag vorbei. Aber es folgen ja noch viele auf dem Weg nach Dresden. In Dresden muss ich für die beiden Damen aus Thiersee eine Kerze in Frauendom anzünden– jedenfalls äußerten beiden diesen Wunsch. Werde ich dann auch gerne erledigen.