Lehesten – Blankenstein/Saale 25.08.2020

Nach zwei Nächten in Lehesten sollte es heute nach Blankenstein an die Saale gehen.

Nachdem ich alles gepackt hatte, konnte ich den Hof der Pension gut ernährt verlassen.

Im Ort steht noch eine alte Seilscheibe des Schieferbergbaus.

Zunächst ging es in einem weiten Bogen durch herrlichen, noch intakten Tannenwald und auf Schotterwegen um den Wetzstein mit seinem Turm herum. Unterwegs steht hier eine Schutzhütte aus Beton mit Holz verkleidet. Es war früher ein Bunker der NVA.

Überall an den Wegen findet man hier Hinweise für Skiwanderer. Schon sehr verwittert – auch da es schon lange nicht mehr genug Schnee für die Loipen gibt.

An einer anderen Schutzhütte spülte gerade ein Ehepaar seine Frühstücksutensilien. Sie hatten dort auf Isomatten und in Schlafsäcken die Nacht verbracht. Wenig später erreicht man Brennersgrün, einen Ort, der in Sichtweite der Grenze lag. Man sieht es heute noch.

Am Grenzpunkt wurde ein Stein und eine deutsche Eiche gepflanzt. Auf dem Weg dorthin kommt man im Wald am „Moosdorf“ vorbei. Sehr nett von allen Bewohnern, nicht von den Kindern alleine, gemacht.

Noch sind die Orte hier geprägt von Schiefer.

Ab Rodacherbrunn …

Leider trocken ….
…… aber mit Muskelkraft ging es dann doch.

…fährt man gute 5 km auf einem Kammweg und bleibt immer auf so auf etwa 680 m über dem Meeresspiegel. Sehr schön zu fahren und bei Regenwetter findet man hier auch reichlich Schutzhütten. Mein Weg war der Rennsteigwanderweg. Dazu aber noch später mehr.

Bei einer Rast habe ich mal die wichtigsten Dinge zusammengestellt, die ich täglich gebraucht habe.

Die Grenze war zum Teil doch sehr weit entfernt – entweder im Tal oder oben auf dem Berg. Daher gab es unterwegs nur zweimal die Möglichkeit an der Strecke dorthin zu fahren. Vor der Ortschaft Schlegel ergab es sich wieder.

Bei genauem Hinsehen und dem Wissen, dass dort einmal Grenze gewesen sein muss, kann man die Bilder richtig lesen.

Zwischen Seibis und Kießling (der Name kommt vom Kieselstein, den es hier sehr verbreitet gibt) war heute das steilste Stück bergauf. Oben angekommen konnte ich schon Blankenstein im Tal erkennen.

In rasanter Fahrt …

…ging es abwärts nach Blankenstein. Es ging durch den Ort runter zum Start- oder Endpunkt des Rennsteigweges. Das andere Ende war in Hörschel an der Werra. Hier stand auch auf einen Wegweiser das erste Mal Hof als Ziel drauf. Die 28 km sind die kürzeste Entfernung. An der Grenze entlang wird es für mich mehr.

Ich habe rund 710 km von Hörschel bis hier gebraucht. Auch hier wieder die gleichen Dinge, wie ich sie in Hörschel gesehen habe.

Nur dieses kleine Schild deutet auf die ehemalige Grenze hin. Der Rennsteigweg wird eindeutig besser dargestellt.

Da es noch recht früh war, bin ich – anders als meine Kollegin vor rund 4 Wochen – doch zur „Hölle“ gefahren.

Entlang des kleinen Flüsschen Selbitz ging es mit einigen netten Punkten durch das Höllental. Die Selbitz wird auch heute noch zur Energiegewinnung genutzt.

Der Hauptweg ist bestens für Radfahrer geeignet. Wanderer lieben diese Wege hingegen nicht. Auf dem etwa 4 km langen Stück gibt es immer was zu sehen.

Sehr tiefes Tal.

In Blankenstein mündet die Selbitz in die Saale. Bei Gräfenwarth gibt es eine Staumauer und die Saale wird zur größten Talsperre Deutschlands angestaut. Die Bleilochtalspeere reicht bei Vollstau fast bis Blankenstein zurück. An dieser Stelle ist allerdings kurze Zeit später ein Wehr. Daher fließt sie in diesem Bereich auch nicht.

Unterwegs gab es immer wieder nette Ideen, wo man Wegeschilder anbringen kann.

Leider gab es heute nicht so viel zu erzählen. Lag wohl an der Strecke und trotz Rennsteigs waren nicht besonders viele Leute unterwegs.

Mit zwei „Brückenbildern“ sage ich dann bis morgen.

Man kann Brücken wirklich auch schön bauen ….
… wie diese beiden Beispiele über die Selbitz zeigen.

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