Weimarschmieden – Mellrichstadt 13.08.2020

Es sollte heute nicht mehr ganz so warm werden, aber zum Nachmittag war auch Regen über Mellrichstadt angesagt.
Los ging es dann im nördlichsten Dorf Bayerns. Darauf legt man hier sehr viel wert.


Auch heute ging es wieder durch viele kleine und nette Dörfer, die überwiegend in Thüringen, ab ab und zu auch in Bayern liegen. Die ehemalige Grenze war immer in Sichtweite und gelegentlich wurde man auch darauf aufmerksam gemacht. Es gab auch ebenso viele Berge wie Dörfer an der Strecke. Hielt sich aber alles im machbaren Bereich.
In Wilmers gibt es, wie auch später in Berkach, Erinnerungssteine, die an die jüdischen Mitbewohner erinnern.

An der Straße von Willmars in Richtung Stedtlingen gibt es einen ungeklärten Todesfall.

In Stedtlingen ist mir dann Folgendes ins Auge gefallen.

Wenig später erreicht man Hermannsfeld. Von Weitem sieht man schon den Turm oberhalb des Ortes, bzw. sogar zwei Türme.



Neben dem Wachturm steht eins von sechs Weltfriedenskreuzen. Die Idee hierzu hatte der Chorleiter Gotthilf Fischer.

Wenn man sich das Bild anschaut, gibt es doch nur eine Aussage: Ein Dorf unter Aufsicht und ständiger Kontrolle. Fürchterlich!!
Von der anderen Seite aus betrachtet, sieht es nicht ganz so schlimm aus.



Vorher kommt man aber noch im Ort an einem Gedenkstein vorbei, der auf die jüngere Vergangenheit hinweist.

Auch heute soll es ein Landschaftsfoto geben.

Einfahrt nach Berkach.

Anders als gestern, wird in Berkach sehr deutlich auf die Nazi-Vergangenheit hingewiesen und entsprechend deutlich daran erinnert.


Kurz nachdem man die A71 unterhalb durchquert, kann ich heute ein Foto machen, das so früher nie möglich gewesen wäre.

Auch zwischen Behrungen und Mendhausen gibt es ein Freilandmuseum an Originalstelle. Da es etwas anders aufgebaut ist, bzw. es hier andere Sichtmöglichkeiten gab, will ich auch dies hier festhalten.

Blick aus dem „Westen“ rüber in die „Ostzone“

Schön, dass man auch an dieser Stelle dafür „Danke“ sagt. Es hätte ja auch ganz anders ausgehen können.

Zwischendurch schauten mich an verschieden Stellen immer wieder die Türme an.



Dann ging es auf dem schnellsten Weg und in rasanter Fahrt – die Spitze lag bei 53,7 km/h – über Rappershausen und Hendungen nach Mellrichstadt zu meinem Privatzimmer. Bin kaum nass geworden – die dunkle Regenfront und die App hatten etwas anderes versprochen. Glück gehabt! Morgen muss ich dann zum Bahnhof zum Frühstücken gehen – in der Unterkunft gibt es leider keins.

Ein Kommentar zu “Weimarschmieden – Mellrichstadt 13.08.2020

  1. Hallo Helmut, wo Du Dich überall rumtreibst. HJosef und ich sind begeistert. Die Namen der >Orte haben wir noch nie gehört. Wie schön all das hintergrundwissen, es muß eine Heidenarbeit sein dieses Alles zusammenstellen, Wir werden weiter hinter Dir hersein und freuen uns schon draufBleib gesund und bis dann Gerda
    Kleine Information Wolfgang Burmeister starb 93 Jahre alt

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