Geisa – Birx mit Umwegen am 10.08.2020

In Geisa hat es gestern Abend auch etwas länger geregnet. Die Luft kühlte sich allerdings nur wenig ab und im Zimmer blieb es doch sehr warm. Hinzu kamen dann in der Nacht auch noch Mücken, die den Weg durch die Fenster gefunden haben. Also zum ersten Mal nicht gut bis gar nicht geschlafen. Daher passte es auch, dass es heute so eine „Art Überführungsfahrt“ werden sollte.

Kirche in Geisa


Zum Start hingen die Wolken noch sehr stark und nur an wenigen Stellen konnte die Sonne durchscheinen. Dafür ein schönes Motiv.

In der Ortschaft Wiesenfeld sehen die beiden Häuser noch genauso aus wie vor drei Jahren. Da sind wir hier gewandert. Ich habe den Ort und die Stelle sofort erkannt.



Hinter Wiesenfeld gibt es einen Gedenkstein für Rudi Arnstadt. Leider steht er etwas abseits auf einer Anhöhe, die man nur über einen schlecht befahrbaren Kolonnenweg erreichen kann. Sehr spannende Geschichte. Wer mehr wissen möchte, findet dies im Internet.
Zwischen Mittelaschenbach und Reinhards liegt der westlichste Punkt der früheren DDR. Um dorthin zu kommen, durfte ich durch viele kleine Ortschaften fahren. Und dabei ging es ständig auf und ab und immer mal wieder gab es auch Gegenwind.

In diesem Bereich ist der westlichste Punkt. Der Grenzbereich links ist zugewuchert und fast kein Durchkommen mehr möglich.


An der Straße von Spahl (Thüringen) nach Mittelaschenbach haben allein die Einwohner der Ortschaft Spahl diesen Gedenkstein aufgestellt.

Auch in dieser Ecke gibt viele geschleifte ( dem Erdboden gleichgemacht) Höfe und kleine Ortschaften. Die Dichte in diesen Grenzabschnitten ist in den letzten Tagen schon sehr auffällig. Vom Gefühl her, gibt es zwischen Hessen und Thüringen die meisten.


Auch stehen hier noch einige Wachtürme, zum Teil seht gut eingewachsen, in der Landschaft. Der Erste gehört noch zur Gedenkstätte Point Alpha.


Wie schon weiter oben erwähnt, ging meine Strecke auf und ab. Wir sind hier in der Rhön und die Hügel haben es doch mehr in sich, als man denkt.


Bei Tann macht eine Firma, so sehe ich es jedenfalls, perfekte Werbung für sich. Und so komme ich auch mal wieder auf ein Bild.

Kurz vor Tann bin ich wieder auf den Ulster-Radweg gekommen und so rollte es dann ganz gut. Bei der Ortschaft Batten musste ich mich entscheiden, ob ich einen sehr langen und steilen Anstieg durch Wald oder die etwas entspannte Variante nehmen sollte. Bei der ersten Möglichkeit wäre ich auf über 800m über dem Meeresspiegel gekommen und hätte wieder nach Birx, zum Hotel, wieder bergab fahren müssen. Ich habe die andere Möglichkeit genommen und durfte dafür rund 3km an der B 278 fahren. In Seiferts ging es auch hier sofort nach Birx bergan. Kurz vor Birx stand ein Schild an der Straße mit 11% Steigung. Vorher fährt man aber wieder von Hessen nach Thüringen.

Wenig später kam dann dieses Schild.


Zum Hotel sollte es noch etwas höher gehen. Um ehrlich zu sein: Den Bereich mit 11% habe ich geschoben. An Fahren mit Gepäck war für mich nicht mehr zu denken. Heute bin ich im süd-westlichsten Zipfel von Thüringen.
Wie man merkt, gab es heute keine extravaganten Begegnungen oder sonstige, schöne und ‚berichtenswerte‘ Punkte. Hier werde ich jetzt wieder zwei Tage verbringen und sehr wahrscheinlich die Grenze, die wie ein Finger nach Hessen reinragt, erkunden.

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