Albungen – Grossburschla 05.08.2020

Die Probe der Band am gestrigen Abend im Biergarten.


Gestartet bin ich bei schönem, aber noch frischen Temperaturen. Wie an allen vorherigen Tagen sind meine Getränkevorräte gut gefüllt. Ansonsten habe ich auch kein Problem bei Leuten nach Wasser zu fragen. Heute bin ich aber auch durch Ortschaften mit Läden geradelt. Ich trockne nicht aus – darauf wurde ich ja in einem Kommentar besonders hingewiesen. Vielen Dank für den Hinweis.

Heute sollte es nur auf kurzem Weg durch das Werratal gehen.

Das Tagesziel war Großburschla. Die Ecke hier hatte einen sehr seltsamen Grenzverlauf. Zur Verdeutlichung kommt hier eine Karte, in der ich den Grenzverlauf noch zusätzlich gelb markiert habe.

In Niederhone – kleiner Abstecher in den Ort zum Einkaufen – fand ich dann diese alte Mühle, die noch in einem guten Zustand war.

Über Jestädt kommt man sehr schnell zur sehenswerten Stadt Eschwege. Hier geht die Werra mitten durch die Stadt und auch hier gibt es wieder Fachwerk ohne Ende. Bei der Einfahrt kommt man leider zuerst an einer nicht so schönen Ecke vorbei.

Im Stadtzentrum sieht es dann viel schöner aus. Zwischen den beiden Häuser gibt es ein Glockenspiel, was sich zum Zeitpunkt der Aufnahme sehr schön anhörte.

In Eschwege gibt es auch eine Jugendherberge. Auch hier sah es sehr trostlos aus – keine spielenden Kinder oder Gäste gesehen.

Das gleiche Bild mit dem schönen Fachwerk gibt es auch wieder im nächsten Ort Wanfried.

Rathaus

Bei der Planung des Tages hatte ich Informationen, dass es oberhalb einen Grenz- und Beobachtungsturm sowie eine Agentenschleuse gibt. Mit dem Gepäck allerdings wollte ich dies nicht machen, da es gute 250 m Berg hoch ging und der Weg oben im Wald zum größten Teil aus den bekannten 28 Lochplatten Betonstücke (Kolonnenweg) besteht. Ich hatte aber Glück. In Wanfried gab es Fahrradboxen und so konnte ich meine Sachen dort einschließen und nur meine Verpflegung mitnehmen. Es hat sich gelohnt. Der Anstieg zog sich zwar über 3,5 km hin – es ließ sich aber sehr gut bis zum Schild fahren.

Kurz nach dem Grenzschild gibt es auch die ersten Hinweisschilder zu diesen Punkten.

Ab hier waren es dann erst Schotterwege, die sich später nur noch mit schieben zu bewältigen ließen. Zwischendurch konnte ich mich an reifen Pflaumenbäumen schon gut stärken. Es dauerte nicht lange und ich hatte mein erstes Ziel – den Wachturm – erreicht.

Der ehemalige Grenzstreifen wird hier von Kühen und Schafen freigehalten, sodass man einen Blick auf den ehemaligen Verlauf hat. Unterwegs kommt man auch an einem Beobachtungsturm vorbei.

An einer Stelle kann man bei guter Sicht die Wartburg in Eisenach sehen. Heute war es leider etwas trüb und nur mit gutem Willen konnte man die Wartburg erahnen.
Zu meiner großen Freude sind hier auf bestimmt 2km die 28 Lochplatten auf einer Seite mit Beton gefüllt worden und so konnte man doch sehr gut radeln. An dieser Stelle einen ganz herzlich Dank an die unbekannten Engel.

Zur Agentenschleuse ging es doch sehr steil bergab und ich musste ständig beide Bremsen gut festhalten. Aber eine Agentenschleuse hatte ich bis jetzt auf meiner Reise noch nicht gehabt. Schon alles sehr merkwürdig auf welche Ideen Menschen kommen können.

An den Landstraßen 3244 und 1019 gibt es einen Informationsstand zur Situation an dieser Stelle.

Beim letzten Bild habe ich eine Stelle mit einem Pfeil markiert. Hier bin ich dann später, nachdem ich meine Sachen in Wanfried geholt habe, vorbeigekommen und habe ein Foto gemacht.



Mein Übernachtungsziel Grossburschla erreicht man nur über die Werrabrücke. Hier gibt es auch eine Straße, die auf die Einheit hinweist.

Bevor ich zu Hotel gefahren bin, musste ich auch noch den fünften Grenzübergangspunkt zwischen Weißenborn und Grossburschla ansteuern. Hier gibt es nur einen kleinen, etwas unleserlichen Hinweis. Daher nur ein Bild des Straßenverlaufes.


Getroffen habe ich unterwegs wieder viele Radfahrer, die mir aber einfach zu schnell fahren und keine Zeit haben. So wie beispielsweise einen jungen Mann aus Neumünster, der ohne Ziel unterwegs ist.
Hinter Eschwege fuhr vor mir eine Frau mit einem Kinderanhänger, der etwas seitlich angebracht ist. Man muss also beim Fahren aufpassen und nicht mit dem Rad in der Mitte durchfahren. Sie fuhr einen strammen Gang und ich dachte mir: ‚Das arme Kind‘. Wenig später hatte ich sie eingeholt und stellte fest, dass leckere Grillsachen, inkl. Kohle dort verstaut waren. Und die Frau ein junges Mädchen war und Dinge für eine Grillfeier mit Freunden für heute Abend besorgt hat. So hatte ich für ca. 15 min eine nette Unterhaltung.

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