Von Wieda nach Duderstadt am 02.08.2020

Genauso eine Begegnung hatte ich gestern beim Grillen und auch heute wieder im kleinen Ort Limlingerode.

Ich saß beim Essen am Tisch des ehemaligen Ortvorstehers und so konnten wir uns wunderbar über meine Tour unterhalten. Er fand diese sehr spannend und hat dies in kleiner Form im Großbereich des Harz damals schon selbst gemacht. Auch erzählte er davon, wie alle Bürger, in welcher Form auch immer und an welcher Position, damals Hilfestellung in den Orten der Nachbarschaft geleistet haben. Die zwei Stunden sind wie im Flug vergangen.

Heute startete der Tag überhaupt nicht passend für einen Sonntag – trüb und regnerisch sollte es werden.

Die Strecke führte heute von Wieda  via Walkenried – Neuhof – Tettenborn – Mackenrode – Limlingerode – Weilrode – Bockelnhagen- Zwinge – Fuhrbach – Ecklingerode – Wehnde- Teistungen nach Duderstadt.

Leider war ich genau zur Gottesdienstzeit in Walkenried und konnte mir daher die Klosterkirche nicht anschauen.

Aufgrund meiner Erfahrung von gestern habe ich dann solche Wege vermieden und bin über Nebenstraßen gefahren.

Hier ein kleiner Blick wie es heute bis gegen 15:30 Uhr aussah.

Später kam dann auch für gut eine Stunde kräftiger Regen dazu.

Zwischen Neuhof und Klettenberg gibt es kein großes Schild, mit dem auf die Öffnung hingewiesen wird. Hier wurden stattdessen eine kleine Hecke und ein Baum gepflanzt.

Nach langer Zeit habe ich da dann auch mal wieder eine Gruppenunterkunft der NVA gesehen.

In Limlingerode stand ein Posaunenchor auf der Straße. Da wurde ich neugierig und habe eine ältere Dame angesprochen, was hier jetzt gleich passiert. Der alte Pastor wurde heute 80 Jahre alt und seine Frau vor Kurzem 60. Und dies wurde gefeiert.

Was aber viel interessanter war, waren die Erzählungen der Frau. Als Kind ist sie in den Ferien immer mal wieder von ihrem Wohnort Mackenrode nach Darlingerode (bei Wernigerode) gefahren. Irgendwie hat es nie geklappt auch mal auf den Brocken zu fahren. Bei der Verabschiedung meinte die Tante, dass sie im nächsten Jahr in jedem Fall zusammen dorthin fahren. Auch daraus wurde nichts, weil der Brocken im Sperrgebiet lag. So musste sie über 40 Jahre warten, um das erste Mal dorthin zu kommen. Jetzt wandert sie einmal im Jahr dorthin und zwar immer ab Oderbrück. Aber sonst war sie, wie alle anderen mit denen ich gesprochen habe, mit der Zeit zufrieden. Wir konnten ja nichts ändern. Und Mackenrode lag direkt an der Grenze, keine 500m davon entfernt.

Ab Zwinge verläuft der Radweg dann wieder sehr nah an der ehemaligen Grenze und man sieht, wie nah die Häuser im Westen an der Grenze standen.

Grenze verläuft oben auf Berg.

Im nächsten Ort Brochthausen gibt es ein Lokal mit dem Namen „Zur Endstadion“. Ab hier war dann die Straße bis 1989 zu Ende.

Auch die heutige Strecke war von einem ständigen Auf und Ab geprägt. So hatte man doch sehr viele Höhenmeter zu bewältigen. Da aber der Untergrund sehr gut war, konnte man, wenn auch im ersten Gang, alle Passagen fahren. Und so ergab sich dann auch noch ein Blick zum Harz.

Ich war schon fast in Duderstadt und habe hier beschlossen heute den Bogen über Teistungen zu fahren. Das Wetter wurde besser und ich hatte noch Zeit. Zwischen Ecklingerode und Wehnde gibt es eine Skulptur.

„West-östliches Tor“ Am 19.06.2002 von Michael Gorbatschow und Jürgen Trittin eingeweiht.

Hinter Teistungen an der B 247 gibt es ein absolut sehenswertes Grenzlandmuseum. Wer mal in der Gegend ist, sollte dies auf keinen Fall verpassen. Hier nur ein paar wenige Eindrücke.

Der Herr wollte meinen Personalausweis sehen.
Grenzverlauf
Grenzverlauf mit 5 km Sperrzone
„Wagengarage“

Vom Außengelände erkennt man schon das große Straßenschild mit einem Rolltor zu Verhinderung von Flucht mit dem PKW.

Duderstadt selber ist wieder eine sehr schöne, alte und von vielen Fachwerkhäusern geprägte Stadt.

Rathaus von Duderstadt
Davon gibt es hier noch sehr viele – alle genau so schön.

In diesem Ambiente habe ich dann auch sehr köstliche frische Pfifferlinge, Rührei, Kartoffeln und Salat gegessen. Dazu gab es ein Duderstädter, also dunkel gebrautes Bier. Ich sage nur „Urlaub vom Feinsten“.

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