Wernigerode – Wieda 01.08.2020

Ein ganz herzliches Hallo an alle, die meinen Blog mit großer Freude verfolgen. Heute geht es also wieder los. Der Urlaub mit Ulrike ist leider vorbei. Aber meine Reise geht weiter – und das ist auch schön. Da es heute auch hier sehr warm werden würde, startete ich schon um 08:30 Uhr in Wernigerode und das erste Etappenziel lag rund 350m höher. Am Gasthaus Steinerne Renne bin ich auf dem ausgeschilderten Weg angekommen und wurde wenig später mit der Aussicht auf dem Brocken für meine Anstrengungen belohnt. 

Heute gab es eine gute Sicht auf den Brocken.

Hier ging es auf einem gut zu fahrenden Weg über Drei Annen Hohne auf eine Höhe von 544m (Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn) und weiter nach Elend. So habe ich mich aber nicht gefühlt. Hier gibt es einen Bahnhof der Harz Querbahn. Ich kreuze die Gleise auf meinen Weg nach Sorge insgesamt noch zweimal. 

Bahnhof in Elend
Hinweis zum nächsten Programmpunkt! Rad mit neuer Kette und auch die Brems-und Schaltzüge wurden erneuert.

In Sorge gibt es am Originalplätzen einen sehr guten Einblick auf die Zeit der Teilung Deutschlands und dem Sicherungsmaßnahmen des DDR-Regimes.

Schon so häufig gesehen und doch jedesmal erschreckend.

Ab hier verläuft der Radweg auch eine ganze Zeit wieder auf dem Kolonnenweg. 

Der Sichtschutzstreifen wird hier wie zu DDR-Zeiten freigehalten. Nur jetzt darf hier Gras wachsen und die Fläche ist frei von Minen.

Ganz rechts steht auch noch der Grenzpfahl. Die Grenze macht hier einen Knick. Hier linke Seite.
Die rechte Seite.

Hier eine alte Aufnahme der Grenze bei Sorge:

In der Bildmitte der Knick wie er früher war.

Insgesamt 6 Menschen haben ihr Leben im Grenzbereich von Sorge auf der Suche nach einem anderen Leben im Westen verloren. 

Ab hier ging es dann ständig rauf und runter. Das lag auch daran, dass ich mich entschieden hatte auf dem Harzgrenzweg zu fahren. Bis Sorge war es auch ganz nett. Nur was mich dann auf den nächsten Kilometern erwartete, hatte ich so nicht vermutet. 

Es gab Stellen, die waren noch steiler und in der Mitte durch Regen ausgewaschen.

Das ist noch die harmlose Variante. Zum Teil konnte ich das Rad nur mit sehr viel Mühe den Berg hochschieben, um dann sofort das Gleiche bergab auch machen zu müssen. An Fahren war nicht mehr zu denken. Erst kurz nach dem Punkt „Wendeleiche“ konnte ich dann auf einem Forstweg in Richtung Sorge wechseln und zu meinen Übernachtungsort Wieda fahren. Vorher kommt man bei Hohegeiß noch ein zwei Schildern vorbei. 

Trotz aller Anstrengungen war es ein schöner Tag. Außer die Wanderer, die man im Wald trifft, die einen der 222 Stempelpunkte erwandern, habe ich keine besonderen Erlebnisse oder Begegnungen gehabt. Die Stempelpunkte sind auf den gesamten Harz verteilt und es gibt entsprechende Stempelbücher im Handel zu erwerben. Auch eine Art des Wanderns – die Route wird nach solchen Punkten festgelegt. Damit wäre der Harz für mich fast geschafft. Das Waldsterben ist hier noch nicht so groß angekommen wie im Bereich des Brockens.

Heute Abend wird hier an einem Hotel im Ort gegrillt und auch Gäste sind herzlich willkommen. Da war ich heute. Mehr dazu folgt dann morgen im Blog.

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