Helmstedt – Schöningen 13.07.2020 / Woche 5

Es sollte heute ein langer Tag werden. Dabei war die Fahrstrecke, die ich heute zurück gelegt habe, nur 39km lang. Aber es war einfach sehr schönes Wetter und ich habe mehrere Leute getroffen. Jeder hatte etwas zu erzählen und auch ich durfte meine Reisegeschichte erzählen. So verging der Tag mit schönen Erlebnissen wie im Flug.

Die ersten und größeren Sonnenblumenfelder standen sehr schön am Wegesrand und luden dann auch zu der einen oder anderen kurzen Rast ein.

In Offleben traf ich dann zuerst Wolfgang, der dort vor 12:00 Uhr sein Bierchen trank und mir sein Leid mit den Enkeln erzählte. Er selber ist erst vor zwei Jahren hierher gezogen. Vorher hat er im etwa 8km entfernten Ort Badeleben gewohnt. Zu der Zeit in der DDR wollte er mir nichts erzählen. Muss ich so hinnehmen und habe auch nicht weiter nachgefragt.

Am Ortsende habe ich Infotafeln der Grenzgeschichte von Offleben gesehen und im Bild festgehalten. Hier wurde ich dann von einem netten Herrn angesprochen, der mir erzählte, dass ich gerade vor dem ersten Dorfgemeinschaftshaus in Niedersachsen stehen würde. Er fand es sehr schön, dass ich mir die Infotafeln angesehen habe. An dieser Stelle wird noch deutlich auf die ehemalige Grenze hingewiesen.

Sehr guter Jahrgang!!

Er gab mir auch den Tipp, dass der Kolonnenweg bis Hötensleben gut zu fahren wäre und ich nicht auf die Straße ausweichen müsste. So bin ich dann heute auch wieder gute 5km direkt an der Grenze gefahren.

Der Weg führt dann genau zum Grenzdenkmal Hötensleben. Den Beobachtungsturm sieht man schon etwas vorher und dann kommt man zu einer Stelle, die im Originalzustand vorhanden ist. Hier ist sehr deutlich der Aufwand der Grenzsicherung des Staates zu sehen und zu spüren und alles ist in anschaulichen Tafeln erklärt. Auch an dieser Stelle sollen Bilder mehr erzählen, als ich es schreiben kann.

Von hier ging dann die Fahrt weiter nach Schöningen am Tagebaugebiet vorbei.

An einem Aussichtspunkt auf dem stillgelegten Tagebau traf ich einen Herrn aus Schöningen. Er ist in Hötensleben geboren und dann aber noch vor 1960 mit den Eltern umgezogen. Während des Gesprächs kam noch ein Motoradfahrer und ein Radfahrer (Tagestour Wolfsburg-Schöningen- Wolfsburg) hinzu. Wie sich dann rausstellte, haben die beiden anderen Männer auch mal in Schöningen gelebt. Im Sommer und auch während der Schulzeit ging es immer nach Alversdorf – dort gab es nämlich schon sehr früh eine Schwimmhalle. Nur ich konnte da nicht mitreden. Was etwas traurig war, ist die Tatsache, dass es diesen Ort nicht mehr gibt. Er musste dem Tagebau weichen und 1967 wurde mit dem Abriss der ersten Häuser begonnen. Runde 7 Jahre später, am 06.02.1974, wurde das letzte Haus dem Erdboden gleichgemacht.

Wenig später erreichte ich dann Schöningen am Elm. Auch hier werde ich zwei Tage verbringen und mir die Landschaft um den Gebirgszug Elm ansehen. Also keine Grenztour auf dem Programm.

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