Helmstedt-Marienborn-Helmstedt 12.07.2020

Ich hoffe Ihr hattet – wie ich – alle einen schönen und sonnigen Sonntag!

Zunächst ging es heute in den Lappwald bei Helmstedt. Hier gibt es eine Landwehr zur Grenzsicherung,  die schon 1250 bei Helmstedt errichtet wurde. Sie ist in großem Teil sehr gut erhalten und auch im Wald erkennbar. Hier stehen auch noch zwei alte Wachtürme aus der Zeit.

Weiter ging es entlang einer Kastanienallee im Wald in Richtung Walbeck, wo ich ja schon gestern war. Nur am Untergrund konnte man hier feststellen, wo sich einst die Grenze befunden hat. An dieser Stelle habe ich dann Folgendes entdeckt:

Ab dieser Stelle bin ich dann wieder gute 5km auf dem alten Kolonnenweg in Richtung Beendorf gefahren. Gestern bin ich auf anderem Wege von Walbeck nach Beendorf gefahren. Da hier einige alte Buchen standen, musste ich doch nach Einritzungen, wie im Bericht vom 01.07.20 erwähnt, suchen. Es hat schon eine Weile gedauert – aber ich bin fündig geworden.

Kurz vor Beendorf geht es deutlich bergab, wie man auf dem folgenden Bild erkennen kann.

Im nächsten Bild erkennt man links die Stelle zum Zeitpunkt der Grenze. Die zweite weiße Linie ist der Kolonnenweg. Das erste Haus auf der linken Seite steht auch dort heute noch.

Blick auf Beendorf. Aufgenommen vom Bundesgrenzschutz.

Bei Beendorf gibt es auch einen sehr schönen, wenn auch kleinen, Grenzlehrpfad mit vielen Informationen.

Anschließend überquert man die A2 und kann schon links die Gedenkstätte Marienborn erkennen. Kurz hinter der Autobahn steht noch eine alte Betonmauer; gut versteckt im Gebüsch.

Die Gedenkstätte zeigt auf der gesamten Fläche und mit Schautafeln gut erklärt das ganze Ausmaß des Kontrollwahns der DDR. Es würde einfach den Rahmen sprengen hier alles niederzuschreiben. Also bei der nächsten Reise nach Berlin an dieser Stelle einfach Rast einlegen. Leider waren auch hier nicht alle Bereiche für Besucher geöffnet.

Über Marionborn, einem Wallfahrtsort mit heiligem Wasser an einer kleinen Kapelle.

Wenig später kommt man in Sommersdorf an einer alten Burg vorbei. Bis ganze Teile einstürzen, wird es wohl nicht mehr lange dauern. So sagen es Schilder und auch eine Frau, die ich dort kurz traf.

Von Sommersdorf nach Harbe ging es dann am Waldrand vorbei und dabei auch mit dem ersten Blick zum Brocken im Harz. Bei Harbe gab es einen kleinen Braunkohletageabbau. Die Grenze wurde daher an dieser Stelle immer etwas variabel gehalten. So wie es die Arbeiten halt nötig machten. Hier sollen auch zur Sicherung der Grenzen keine Waffe eingesetzt worden sein, wie mir ein nettes Ehepaar erzählte. Für sie war halt auch früher keine Fahrt in die eine Richtung möglich. Man hatte sich damit abgefunden und danach auch entsprechend gelebt. Für diesen kleinen Kohletageabbau musste auch kein Ort verschwinden.

Zum Abschluss heute mal etwas Lustiges: In Helmstedt gibt es eine Trau (ring) Ecke.

Das flache Land ist jetzt vorbei. Die ersten Hügel hatte ich heute schon. Die Berge kommen immer näher auf meiner Tour.

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