Wittingen – Zicherie 09.07.2020

Nach dem Frühstück ging es dann heute in Richtung Brome. Wie gemeldet, nieselte es immer mal mehr oder weniger. Dadurch war mir schon früh klar, dass ich heute keine Leute treffen werde. So war es dann auch. Dennoch bin ich immer mal wieder an die Grenze gefahren, um Spuren zu suchen.



In diesem Bereich war die Ohre. Sie hat ihren Ursprung im Dorf Ohrdorf, war die gesamte Zeit Grenzbach und konnte sich in aller Ruhe zum Biotop entwickeln.



Gute 10 km bin ich immer in Sichtweite der ehemaligen Grenze in Richtung Brome gefahren. Nicht nur dem Wetter geschuldet – man erkennt hier überhaupt nicht mehr, wo Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist. Eine Besichtigung des Flecken Brome habe ich mir gespart. Nach kurzer Zeit kommt man nach Böckwitz/Zicherie. Die Dörfer wurden nach und nach immer mehr abgeriegelt. Ein Teil der Grenzanlagen sind außerhalb wieder aufgebaut worden.



Es sollte dann doch eine ganze Weile dauern, bis die beiden benachbarten Grenzort wieder zueinander finden konnten. In den frühen Morgenstunden 18.11.1989 war es dann soweit.
Wie so häufig, liegt es an Wenigen oder sogar Einzelnen Zeitgeschichte festzuhalten.



Der Grenzlehrpfad, der übrigens nur von Niedersachsen aus beschildert ist, liegt in Sachsen-Anhalt etwas außerhalb des Dorfes. Hier kann man die Dimension der Grenzbefestigung nur noch erahnen. Ohne weitere Erklärungen sollen deshalb die Bilder für sich selber sprechen.


Unweit davon entfernt gibt es eine Gedenkstelle für Kurt Lichtenstein.


Heute etwas weniger spannend und kürzer als sonst. Mehr gab es heute auch für mich nicht. Nur zum Abschluss noch eine kleine Anekdote zum Hotel: Das Haus hat rund 30 Zimmer und einen Gast. Heute ist Ruhetag im Restaurant. Der Chef wollte mir aber gegen 18:00 Uhr etwas zu Essen machen. Gegen 18:30 Uhr habe ich dann mal angerufen. Er hatte es vergessen und hat mich dann ins 14km entfernte Rühen, zu seiner alten Pizzeria gefahren. Angekommen, abgeholt, bezahlt und wieder zurückgebracht worden. Tee könnte ich mir am Tresen kochen so viel ich möchte. So hatte ich mein Erlebnis erst am Abend.

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