Zur Wüstung Jahrsau am 05.07.2020

Am heutigen Sonntag stand ein kleiner Spaziergang zur Wüstung Jahrsau an. Diese hatte ich schon am Tag meiner Anreise nach Salzwedel versucht zu finden. Da der Standort von der niedersächsischen Seite nicht ausgeschildert ist, hatte ich die Stelle nicht gefunden. Der Lüchower Landgraben, gleich Grenzverlauf, hätte auch im Weg gestanden.

Beim Kauf einer Radfahrkarte der Umgebung habe ich dann den Weg dorthin gefunden. Um zur Wüstung zu kommen sind wir – Ulrike war noch da – ein ganzes Stück auf dem Kolonnenweg gegangen. Unterwegs sind wir an einem kleinen Wäldchen vorbeigekommen und haben durch Zufall die Gedenktafel für Siegfried Henike gesehen, die schon sehr gut eingewachsen ist. Weder auf der Karte noch in den Büchern, die ich gelesen habe, habe ich von diesem Fall etwas gefunden.

Die verstecke Tafel im kleinen Wäldchen!

Die dünne rot Linie deutet den ehemaligen Grenzverlauf an. In der Mitte des Bildes (leider nur noch schlecht lesbar) liegt die Wüstung Jahrsau. In dem kleinen Wäldchen – das ist aus dem Dorf geworden – findet man nur noch wenige Hinweise auf die ehemalig dort stehenden Häuser und deren Bewohner. Einige Schilder weisen noch auf die Hofstellen hin und verschiedene Obstbäume deuten auch an, dass hier einmal Leute gelebt haben. Die nachfolgenden Bilder sprechen für sich. Wir selber hatten ein etwas beklemmendes Gefühl auf alten Wegen nach Spuren zu suchen.

Reste einer Grundmauer
Der alte Weg ins Dorf!

Hier noch eine Tafel, die als Infotafel des Grüne Bandes aufgestellt wurde und etwas neueren Datums ist und vieles zusammenfasst.

Von der Kapelle des Ortes ist nichts mehr zusehen. Es steht nur ein kleines einfaches Holzkreuz mit einer Zeichnung. Auf der Rückfahrt nach Salzwedel wollten wir uns dann die Kirche in Klein Chüden mit der Glocke ansehen. Gefunden haben wir nur eine Infotafel.

Ein zufällig vorbeikommender junger Mann, geboren in Goch am Niederrhein, erzählte uns dann, dass die Kirche vor rund 2 Jahren abgebaut wurde und jetzt wieder im Freilichtmuseum Diesdorf stehen soll. Gut, dass ich auf meiner Reise am Dienstag noch dorthin kommen werde.

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