03.07.2020/Salzwedel


Heute stand nur eine kleine Erkundungstour bei Salzwedel auf dem Programm. Ich bekomme ja am Wochenende Besuch und daher gibt es erst morgen Bilder von Salzwedel.
Über Büddenstedt und Kemitz ging es auf den Schwarzer Berg (75 m) mit Bismarckturm. Wie so häufig, war auch dieser Turm geschlossen und nur an wenigen Sonntagen im Jahr geöffnet. Die Fahrt war trotzdem sehr angenehm. Wenig später erreichte ich die Klosterkirche in Dambeck und dabei ein Highlight des heutigen Tages. Ich hatte gerade mein erstes Bild gemacht:



Das Gelände ist bewohnt und ist für Besucher ausdrücklich zugänglich. Aus dem Wohngebäude kam einer der Bewohner und stellte sich vor: Er wäre Bruder Helmut!! und er würde mir jetzt die Geschichte des Klosters erzählen und auch einen Rundgang durch die doch sehr verfallenen Gebäude mit mir machen. Nur dank eines Infozettels kann ich überhaupt einige Dinge wiedergeben:
Gegründet wurde das Kloster im Jahr 1224 vom Grafen von Dannenberg – unter anderem als ein sicherer Ort für unverheiratete Frauen. Hiervon zeugen heute noch Hospital und Pilgerherberge. Mit der Reformation wird es evangelisch. Leider verfällt es zwischen 1652 und 1750. Ab 1750 lässt der „Alte Fritz“ die Anlagen zur landwirtschaftlichen Nutzung umbauen.
1952 übernimmt dann der DDR-Staat das Kloster und macht ein Internat zur Ausbildung in landwirtschaften Berufen daraus.
Ab 1992 übernimmt die Joseph-Bruderschaft das Kloster als Mieter. Später wird es für rund 250.000 DM gekauft und wird zu einer privatrechtlichen Stiftung mit dem Ziel Menschen in Not zu helfen. So wurden zum Beispiel 10 Jahre lang Kinder aus Tschernobyl jeweils für ein ganzes Jahr hier betreut.
Der Klostergarten glänzte durch eine Vielzahl an Blumen, Gemüse und Heilpflanzen sowie eine größere Anzahl von Obstbäumen. Die Hühner dürfen so lange leben bis sie tot umfallen. Nur die Hähne werden geschlachtet und zu Hühnerfrikassee verarbeitet. Jeden Sonntag (außer zu Coronazeiten) kann man hier Kaffee & Kuchen aus eigener Herstellung im Gewölbekeller verzehren.
Die rund 90 Minuten, die ich dort erleben durfte, vergingen wie im Flug. Danke „Bruder Helmut“.

Scheunen mit Turm für Störche


Anschließen bin ich noch kurz nach Salzwedel ‚rein‘ und habe ein schönes Motiv zum Abschluss des heutigen Tages gesucht – und hoffentlich auch gefunden.


Dann wünsche ich Euch allen auch wieder ein schönes Wochenende.

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