Der Juli ist da: 01.07.2020

Als Nachtrag zu gestern möchte ich noch eine Begebenheit, die sich nach meinem Abendessen im Hotel Deuschle ereignete, erwähnen. Ich bin mit Ella, Uli und Axel (seine Frau Elke durfte arbeiten) sehr nett ins Gespräch gekommen. Wir haben über meine Reise gesprochen und sie erzählten etwas aus ihrer Vergangenheit in der DDR. Groß klagen wollten und konnten sie auch nicht. Sie fühlten und fühlen sich einfach hier wohl. Axel bohrt für sein Leben gerne Löcher zur selbstständigen Wasserversorgung der Gärten in einer Bungalowsiedlung. Als Tipp haben sie mir den Fischer in Zießau empfohlen. Habe ich gemacht – ebenso die Grüße ausgerichtet!!
Bei etwas bedecktem und regnerischem Himmel bin ich heute zu Fuß um den Arendsee gelaufen.


Bei der schon erwähnten Ortschaft Zießau bin ich durch einen herrlichen Kieferwald zur ehemaligen Grenze und auch gutes Stück den Kolonnenweg gegangen. An einer Stelle bin ich dann auf die folgende Infotafel gestoßen: „Was man als Grenzer alles nicht durfte“


Von einem Hochsitz aus konnte ich den Grenzverlauf, der hier einen 90 Grad Knick macht, sehr gut fotografieren. Auf der einen Seite den Fahrweg, dann ein kleiner Bach mit jungen Bäumen und dahinter der „Todesstreifen“ mit den Minenfeldern im Hintergrund. Heute darf sich die Natur ausbreiten.


Zurück ging es dann wieder in den Ort Zießau. Trotz des schlechten Wetters wollte ich ein Bad im Arendsee nehmen. Zum Glück wollten an dieser Stelle gerade keine anderen Leute baden gehen. Das Wasser war angenehm warm. Ich wurde durch die Luft getrocknet – hatte kein Handtuch dabei…


Erwähnenswert ist noch, dass die Nordseite des Sees zu DDR-Zeiten Sperrgebiet war. Und im Ort auf der Südseite gab es jede Menge Ferienbungalows für die ‚arbeitende Klasse‘. Die Schutthaufen eines ehemaligen FDGB-Heims werden zurzeit entfernt. Soll ein großer Schandfleck gewesen sein. So war es also bis 1989 nicht möglich einmal um den See zulaufen. Wie überall gab es auch in der DDR schon Leute, die an besonderen Stellen bauen durften, bzw. Wohneigentum hatten. Dass die beiden Häuser auf dem folgenden Bild Seeblick haben, muss nicht erwähnt werden.


Fazit: Arendsee und die Umgebung ist für eine längere Urlaubsreise durchaus gut vorstellbar. Morgen geht die Reise nach Salzwedel. Hier bekomme ich dann für drei Nächte Besuch aus meiner alten Heimat und halte mich hier daher etwas länger auf.

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