Wittenberge – Arendsee 30.06.2020, Tag 16

Nochmal zur Info und für Neulinge: Erst durch Anklicken der Überschrift werden die Bilder sichtbar.

Ich muss mit einer Bildkorrektur anfangen. Das letzte Foto gestern war die Karthane zwischen Rühstädt und Gross Lüben. Ich bitte dies zu entschuldigen. Hier ist das Bild, welches Wittenberg mit Wasserturm und Stepenitz zeigt. 

Bei recht windigem Wetter ging es auf der Eisenbrücke über die Elbe. Da der Weg sehr schmal und mit Gitterrosten belegt ist, durfte man das Rad rund 1500m nur schieben. Nach kurzer Strecke wird das nördlichste Dorf Sachsen-Anhalts Wahrenberg erreicht. Es soll auch das Dorf mit den meisten Störchen in Sachsen-Anhalt sein. Kein Vergleich mit Rühstädt.  Weiter geht es durch die Aland-Niederungen, bevor man mit Hilfe einer neuen Brücke bei Politz die Aland überqueren kann.

Über Wanzer und Aulosen bin ich dann wieder auf meinem Weg an die Grenze gestoßen. Ein kleiner Abstecher zum Grenzübergang Kapern (West) und Bömenzien (Ost) lohnt sich.

Von hier bin ich dann noch zur alten Grenze vor Nienwalde geradelt. Hier steht auch noch ein Grenzturm und der Kolonnenweg ist gut zu erkennen.

In Gollensdorf traf ich dann Thorsten aus Bochum, der hier gerade Mittagspause machte. Ich setzte mich dazu und so erfuhr ich, dass er die gleiche Tour von Hof nach Lübeck macht. Er braucht allerdings nur 12 Tage!!! Leider sieht und erlebt er dann nicht so viel. Jeden Tag rund 100km – da finde ich meine Art des Reisens doch schöner.

Kurz vor Arendsee machte die Grenze einen 90 Grad Knick. An dieser Stelle bin ich über sandige Wege durch den Wald gefahren. Hier wird das Grüne Band weiterhin von Buschwerk freigehalten, damit sich hier die entsprechende Tierwelt entwickeln kann. Gleichzeitig dient dies aber auch als Mahnung.

Auf dem Kolonnenweg ging es dann für etwa 3km weiter, bevor ich dann wieder zu Landstr.1 gefahren bin und den stürmischen Arendsee erreichte.

Enden soll der Bericht mit dem Schicksal von Bernhard Simon. Am Wegesrand gibt es einen Hinweis zur Gedenkstätte, die etwas versteckt im Wald liegt. Heute konnte ich genau den gleichen Weg sicher „rüber“ gehen. Schon ein komisches und seltsames Gefühl, dass er hier vor 57 Jahren sein Leben lassen musste. Doch dies sind auch Teil der „Grenzerfahrungen“, die ich ja kennenlernen wollte.

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