Gorleben- Wittenberge am Samstag den 27.06.2020

Wie schon erwähnt, wurde der Höhenzug geschickt umfahren, um zur Fähre, die am 02.12.1989 wiedereröffnet wurde, zu kommen.

Beim „Rübermachen“ über die Elbe sieht man schon den umgebauten Wachturm von Lenzen. Heute sieht alles so friedlich und einladend aus. Auf meine Feststellung dem Fährmann gegenüber, dass ja doch sehr wenig Schiffe auf der Elbe fahren (Ich habe bisher eins gesehen), kam nur die Antwort, dass die Grünen ja Schuld seien. Jetzt müssten die ganzen Waren ja mit LKW transportiert werden, obwohl es mit dem Schiff umweltfreundlicher wäre. Auch würde die Elbe jetzt ganz langsam versanden. So unterschiedlich können die Meinungen sein. Dazu komme ich später nochmal.

Lenzen selber hat zweierlei Gesichter. Ein Großteil der Häuser ist schon renoviert, andere hingegen verfallen immer noch. Die Burg selber erstrahlt im guten Glanz. Sie ist im Besitz des BUND und dort ist auch eine Ausstellung über das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe zu sehen.

Innenstadt Lenzen
Eine Kirche in Lenzen
Burg Lenzen (BUND)

Ansonsten geht es auf dem neuen Deich kilometerweit weiter. Man kommt an Viehherden vorbei, in denen der Bulle noch der Herr der Herde ist. Mir reicht es allerdings so langsam mit dem Deichfahren!






Auf dem Deich bin ich dann noch mit einem Schäfer ins Gespräch gekommen. Er musste von sehr weit Wasser für seine rund 1100 Tiere anfahren. Auf meine Frage, ob er denn schon mal Probleme mit einem Wolfsrudel gehabt hat, sprudelte es nur so aus ihm heraus. Ja, schon häufiger und es ist jedes Mal nicht schön den Anblick von toten Muttertieren – ggf. auch noch mit Lämmern im Bauch – zu sehen. Seiner Meinung nach gibt es in Brandenburg zu viele Wolfsrudel. Die Anzahl würde schon fast nahe der Populationsdichte für ganz Schweden liegen. Auch hier treffen wieder die unterschiedlichen Meinungen von Personen aufeinander. Ich finde die Wiederkehr der Wölfe auch gut – wenn man dann aber die Tiere vor sich sieht, muss man auch die Meinung des Schäfers verstehen.
Bei Lütkenwisch steht ein Gedenkstein für alle Opfer der Elbe von 1961 – 1989.

Vor Cumlosen wunderte ich mich über einen Wachturm, denn hier war keine innerdeutsche Grenze mehr. Ein Ehepaar aus der Gegend erzählte mir, dass hier ein Hafen die Grenze war. Von hier wurden die Boote zur Grenzsicherung der Elbe kommandiert. Und daher stammt der Befehlsturm mit Übersicht über die Elbe.

Da es heute sehr warm war und ich ein kleines Badegewässer in der Ortschaft Cumlosen entdeckte, musste ich diese Chance ergreifen und ein erfrischendes Bad nehmen. Im 5 km entfernten Müggendorf, wollte ich in einem kleinen Hofcafe, welches mir vom oben erwähnten Ehepaar empfohlen wurde, Kuchen und ein kaltes Getränk einnehmen. Leider hat es nur Sonn- und Feiertags geöffnet. So musste ich mit dem Kuchen bis Wittenberge warten. Vorher kommt man noch am alten Fähranleger Wahrensberg-Wittenberge vorbei. Heute ist es ein kleine und freie Badestelle von „Einheimischen“.
In Wittenberge habe ich mir dann nur noch die Promenade und den größten Uhrenturm angeschaut.

In Wittenberge bleibe ich jetzt bis Dienstag und werde mir etwas die Gegend anschauen und erst wieder am Montagabend über die beiden Tage schreiben.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

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